Stadtrat informiert über aktuellen Sachstand

Erste Ansichten vom Hotel

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Erste Entwürfe zum Erscheinungsbild des neuen Hotelkomplexes. Hier die Südansicht des lang gezogenen, eleganten Gebäudes.

Marktoberdorf – Das geplante Vier-Sterne-Hotel an der Schongauer Straße bekommt ein Gesicht. Nachdem im Januar 2014 das Bauprojekt unter dem Vorzeichen des Standortwechsels von seinen Investoren Gerhard Breher und Manfred Rietzler vorgestellt wurde (wir berichteten), konnten Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell sowie Bauleitplaner Hubert Sieber nun in der ersten Sitzung des Stadtrats nach der Sommerpause zum aktuellen Sachstand informieren.

Hell  und Sieber präsentierten auch erste Ansichten des geplanten Gebäudes, das sich als länglicher, schräg nach Süden ausgerichteter Baukörper dem Hang anschmiegt. Allerdings werde der Baubeginn nicht, wie angekündigt, noch in diesem Herbst, sondern eher im Lauf des kommenden Jahres erfolgen, gab Hell Auskunft. 

Keine Gazelle 

Jeder müsse sich im klaren sein, dass ein Hotel dieser Größenordnung „keine Gazelle“ am Berg sei, verteidigte Hell das Projekt, das für die Stadt einen wichtigen Beitrag zu Sicherung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts Marktoberdorf darstelle. Grünen-Stadtrat Christian Vavra mahnte, auf eine Einbindung des Hotels in die hochwertige Landschaft zu achten und das Bergpanorama von Marktoberdorfs Kastanienallee aus zu erhalten. Hier konnte Sieber vom gleichnamigen Planungsbüro in Lindau beruhigen. Das Architekturbüro Füß aus Burgberg, das mit der konkreten Bauplanung des Hotelkomplexes beauftragt sei, berücksichtige die Auflagen nach einem ruhigen Baukörper mit Höhenabstufungen und großzügig begrünten Freiflächen. 

Keine Bedenken 

Das Hotelprojekt startet nun unter Beteiligung der Öffentlichkeit in die Genehmigungsphase. Mehrere Gutachten sowie eine Änderung des Flächennutzungsplan müssen zwar noch erfolgen, Hubert Sieber berichtete dennoch von ersten „Hausaufgaben“, die positiv gelöst wurden. Dies waren Untersuchungen, die klären sollten, ob es beim gegenwärtigen Standort Bedenken des Immissionsschutzes oder des Artenschutzes gebe. Die Planer gingen der Frage auf den Grund, ob es bei einer Wiederaufnahme des landwirtschaftlichen Betriebs in angrenzender Nachbarschaft eine Beeinträchtigung des Hotelbetriebs durch Geruchsbildung gäbe. 

Dies sei unter den jetzigen Voraussetzungen nicht anzunehmen, so Sieber. Dass allerdings die rundherum intensiv genutzte Grünlandfläche regelmäßig gedüngt würde und damit die eine oder andere „Geruchsstunde“ verursache, sei dem Investor durchaus bewusst und vertraglich geregelt. Auch dem Artenschutz werde in der Planung bereits Rechnung getragen, da der Lebensraum einer Zauneidechsen-Population von rund 30 Tieren erhalten bleiben müsse. Der Stadtrat nahm den Stand der Planung zur Kenntnis, wenn auch in geteilter Meinung ob des neuen Hotel“gesichts“. 

Daten zum Hotelbau

• Vier-Sterne-Business Hotel mit rund 190 Betten und Wellnesslandschaft

• Standort: an der Schongauer Straße / B472 auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Klimmer

• Investoren: Gerhard Breher (Bauunternehmer aus dem Unterallgäu) und Manfred Rietzler (Unternehmer, Bangkok/Marktoberdorf) veranschlagte Kosten: neun bis zehn Millionen Euro Bauplanung: Architekturbüro Füß Burgberg

• Baubeginn: im Jahr 2015

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell: „Das Hotel stellt einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Wirtschafts- und Tourismus-Standorts Marktoberdorf dar.“

von Angelika Hirschberg

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