Rollen jetzt bald die Bagger?

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Wurde als Befürworter des Hotelprojekts im Petitionsausschuss gehört: Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell.

Marktoberdorf – Mit dem Standort des geplanten Hotels südlich der Schongauer Straße befasste sich am vergangenen Mittwoch der Petitionsausschuss des bayerischen Landtags. Hotelgegner hatten ihren Widerspruch bis nach München getragen. Die Stadt Marktoberdorf hielt mit einer eigenen Petition pro Hotel dagegen, die die Unterstützung von insgesamt 2374 Menschen fand (wir berichteten). Die Entscheidung des Ausschusses galt als richtungsweisend für die Zukunft des Hotelprojekts.

Als Hauptargument führten die Hotelgegner gegenüber den Abgeordneten ins Feld, dass das Gebäude gegen das Anbindegebot verstoße, das heißt zu weit weg von bestehender Bebauung sei. Der Petitionsausschuss kam jedoch laut Auskunft aus dem Marktoberdorfer Rathaus zu dem Schluss, dass die Zuständigkeit für die Genehmigung des Bauvorhabens allein beim Landratsamt Ostallgäu liege. Der bayerische Landtag könne der Verwaltungsentscheidung der Genehmigungsbehörde nicht vorgreifen, hieß es aus München. Wie die Leiterin der Abteilung Bau und Umwelt des Landratsamtes, Gudrun Hummel, auf Anfrage des Kreisboten jedoch bereits im Februar mitteilte, sei in diesem Fall das Anbindegebot erfüllt. 

Der Verweis auf die Genehmigung des Landratsamt also ein Erfolg für die Befürworter des Projekts, allen voran für Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell? „Ich freue mich über die positive Grundaussage und hoffe nun auf eine baldige Realisierung des für die wirtschaftliche Zukunft Marktoberdorfs sehr bedeutenden Projektes!“ sagte Hell im Nachgang an die Sitzung in München. Der Ausschuss sei der Argumentation der Stadt gefolgt, dass der vorliegende Standort nach Ausschluss geeigneter Alternativstandorte der einzig mögliche sei, und dass aufgrund der Topografie sowie der beiden trennenden Bundesstraßen auch die Ausnahmeregelung des Anbindegebots erfüllt sei. 

Grünes Licht also für die Investoren, die die Entscheidung aus München geduldig abgewartet hatten. Der Bauantrag werde der Stadt nun zeitnah zukommen, kündigte Gerhard Breher, Chef des Bauunternehmens BreFa in Woringen und einer der Investoren an. Mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr ist damit zu rechnen. Breher gab im Rahmen eines Pressegesprächs an, dass das Fünf-Sterne-Hotel binnen 18 Monaten vom Spatenstich bis zur Eröffnung realisiert werden könne. Die von Seiten des Naturschutzes geforderten Ersatzbiotope für bestimmte Eidechsenvorkommen seien im übrigen bereits geschaffen worden. „Das Fünf-Sterne-Eidechsenhotel gibt es bereits“, lachte Breher und dankte den Marktoberdorfern für ihre breite Unterstützung des Projekts.

von Angelika Hirschberg

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