Marktoberdorfer Stadtrat unterstützt einhellig Bauvorhaben im Süden

Stadtrat einstimmig für Hotelprojekt

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Stadt Marktoberdorf: Die Westansicht des geplanten Hotelkomplexes, für den der Stadtrat nun eigens einen Bebauungsplan verabschiedet hat.

Marktoberdorf – Der Stadtrat gibt den Weg frei für den Bau des geplanten Hotels südlich der Schongauer Straße. In seiner vergangenen Sitzung beschloss er einstimmig die dazu notwendigen Änderungen im Flächennutzungsplan und den entsprechenden Bebauungsplan.

Zuvor waren nach erneuter öffentlicher Auslegung die Stellungnahmen der Behörden und Bürger gehört und diskutiert worden. Dabei zeigte sich das Gremium bemüht offen und bürgerfreundlich. Erneut wurden Bedenken zum Artenschutz, der Geruchsbelästigung und der Anbindung an die Innenstadt abgewogen. Dennoch hielt der Stadtrat an seiner positiven Einschätzung des Bauvorhabens fest.

Fraktionsübergreifend herrschte die einhellige Meinung, dass der Standort auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei „alternativlos“ sei, wie es CSU-Fraktionssprecher Eduard Gapp ausdrückte. Erich Nieberle sprach für die SPD-Stadträte von einem „optimalen Standort. Wir stehen voll hinter dem Projekt als Teil der Wirtschafts- und Tourismusförderung“, sagte er. Andrea Weinhart (Freie Wähler) bestätigte, in der Vergangenheit vielen Einwänden entgegen gekommen zu sein. Jetzt sei es an der Zeit, dass das Projekt starte.

Mit Blick auf den südlichen Stadtrand, auf Schillenberg und das neue Wohngebiet Saliterstraße, meinte Grünen-Stadtrat Georg Martin augenzwinkernd in Anspielung auf den Slogan „Mitten in Marktoberdorf: „Der Standort ist mit in Marktoberdorf.“ Auch die Bayernpartei und die Fraktion Stadtteile Aktiv im Stadtrat sicherten dem Hotelprojekt ihre Unterstützung zu.

Die Bedenken der Bürger, die sich in sieben Stellungnahmen geäußert hatten, rührten erneut und insbesondere am überdimensionierten Gebäudekomplex, seiner Beeinträchtigung des Landschaftsbilds und am Abstand zur bestehenden Wohnbebauung. Diese Argumente waren bereits in der vorangegangenen Sitzung Thema gewesen.

Grundsätzlich werde das Gebäude zwar höher sein als die bereits bestehenden, räumte Hubert Sieber vom beauftragten Planungsbüro ein. Allerdings werde die von der Kurfürstenallee aus sichtbare Nordseite des Hotels nicht höher sein als beispielsweise das Rathaus.

Sieber verteidigte erneut die bestehende Planung, das Hotel als einen solitären, rund 150 Meter langen Gebäudekomplex errichten zu wollen und nicht aufgeteilt in mehrere kleinere Häuser. Es passe sich so architektonisch der Struktur der leichten Hanglandschaft optimal an, sagte er. Auch die Bergkulisse werde nicht beeinträchtigt, wie Aufnahmen vom März 2015 dem Gremium nahelegen wollten, als mehrere Gerüstaufbauten die Umrisse des Hotels skizzierten.

Abschließend zeigte sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell erleichtert. Er bezeichnete das Hotel als „Gewinn für die Zukunft der Stadt und als Bereicherung für die Bevölkerung“. Im nächsten Schritt muss die Änderung des Flächennutzungsplans nun vom Landratsamt genehmigt werden. Dann sind die Vorhabenträger, sprich die Investoren an der Reihe, konkrete Pläne und einen Bauantrag der Stadt vorzustellen.

von Angelika Hirschberg

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