Vierter Träger dieser außergewöhnlichen Auszeichnung

humedica-Gründer Wolfgang Groß mit Ehrenring der Stadt Kaufbeuren ausgezeichnet

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Wolfgang Groß (rechts) nimmt Urkunde und Ring von Oberbürgermeister Stefan Bosse entgegen.

Kaufbeuren – Eine besondere Ehre wurde Wolfgang Groß, dem langjährigen Geschäftsführer und Gründer der internationalen Hilfsorganisation humedica zuteil: Für seine besonderen Verdienste wurde ihm der Ehrenring der Stadt Kaufbeuren überreicht. Die feierliche Aushändigung fand im Kreise seiner Familie, Wegbegleitern und zahlreichen Gästen im Rathaus statt. Die musikalische Gestaltung übernahmen Tamara Danner und Daniel Eckert als Ehemalige der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule Kaufbeuren.

Damit ist Wolfgang Groß der vierte Träger des Ehrenrings. Der Stadtratsbeschluss zur „Stiftung eines Ehrenrings“ erfolgte 1986. Dass dieser nur in wenigen Fällen verliehen wird, unterstrich Oberbürgermeister Stefan Bosse in seinen Grußworten. Der Ehrenring sei ein Zeichen der Anerkennung, „wie viel Sie im Rahmen der Tätigkeit für humedica bewegt haben“, dankte der OB Groß für sein herausragendes Engagement. Dass er in seinem Wirken der Region immer treu geblieben ist, und an Kaufbeuren als Operationsbasis festgehalten hat, sei „alles andere als selbstverständlich“. Inmitten der Flut an Meldungen über Katastrophen in der Welt, habe humedica „Flagge bekannt – und ganz Deutschland wusste: Es gibt Menschen, die mitdenken, die während wir schlafen mutig und allen Widrigkeiten zum Trotz unterwegs sind, um Menschen in Not zu helfen“, so Bosse. Groß sei ein Mensch, „der nicht aufhört, an andere zu denken – wir sind stolz darauf, solch einen Bürger in unseren Reihen zu wissen“.

„Nie aufgehört, an Wunder zu glauben“

Alexander Hold, Vizepräsident des Bayerischen Landtages, ließ in seiner Laudatio anklingen, dass er Groß als eine Person kennengelernt habe, die es „ernst meint mit der Barmherzigkeit“; ein „Macher, der nicht um Geld bettelt, sondern mehr aus den Spenden macht als die Summe der Gelder“. Sein Glaube sei die treibende Kraft, die ihn dabei beflügle. So habe Groß auch angesichts schlimmer Situationen und menschlichen Leids „nie aufgehört, an Wunder zu glauben“. Groß habe gemeinsam mit seinem humedica-Team ermöglicht, Kindern ein Zuhause zu geben, um sie zu einem besseren Leben zu befähigen, so Hold. Beeindruckt zeigte sich der Vizepräsident des Bayerischen Landtages davon, „mit wie wenig Aufwand man wie viel bewegen kann“. Der Einsatz bei Katastrophen wie 2004 beim Erdbeben im Indischen Ozean hätten humedica als die Organisation bekannt gemacht, „die sofort da ist“, um als eine der ersten Organisationen vor Ort zu helfen.

Auch eine Grußbotschaft von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, übermittelt von Grünen-Stadtrat Oliver Schill, erhielt Groß im Zuge der Auszeichnung: Wolfgang Groß habe in seinem 40-jährigen Wirken gezeigt, „was Einsatz für Menschenwürde und Solidarität, Humanität übersetzt in aktives Handeln und ein großes Herz in einer Welt voller Unordnung bedeutet“, so Roth. Er habe sich für die Schwachen eingesetzt und andere begeistert, es ihm gleichzutun.

Sichtlich berührt zeigte sich Groß angesichts der Auszeichnung: „Ich bin dankbar, dass ich den Namen meiner Heimatstadt in die Welt hinaustragen durfte“, bekundete er seine Liebe zu Kaufbeuren. In diesem Rahmen ging sein Dank an seine gemeinsamen Mitstreiter und Wegbegleiter, die ehrenamtlichen Helfer und insbesondere seinen Bruder, dem „eigentlichen Ideengeber“ und humedica-Mitbegründer Dieter Groß: „Euch allen gebührt die Ehre, die mir heute zuteil wird“.

von Mahi Kola

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