CSU-Ortsverbände Marktoberdorf nominierten Amtsinhaber für die Bürgermeisterwahl 2020

Nominierung: Hundert Prozent für Bürgermeister Hell

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Amtsinhaber Dr. Wolfgang Hell steigt um den Posten des Markt­oberdorfer Bürgermeisters wieder in den Ring.

Marktoberdorf – Hundert Prozent Zustimmung erhielt Dr. Wolfgang Hell, als die Mitglieder der CSU Ortsverbände Marktoberdorf und Leuterschach kürzlich ihren Bürgermeisterkandidaten nominierten. Zufrieden waren sie mit den Ergebnissen der aktuellen Amtsperiode, die der amtierende Bürgermeister zu Beginn vorgestellt hatte.

Hell berichtete über eine Fülle an Bauprojekten, welche während der Zeit des amtierenden Stadtrates realisiert wurden, vom Kinderhort Thalhofen über das Feuerwehrhaus Leuterschach und das Dorfgemeinschaftshaus Hattenhofen bis zum Familienzentrum, der größten Kindertageseinrichtung der Stadt. Gleichzeitig erfolgten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bestehender Bauwerke, wie der Tiefgarage Stadtmitte, Kindergärten und Schulen. „Meine Mitarbeiter haben das alles termingerecht und unter Einhaltung des Kostenrahmens hinbekommen“, betonte Hell.

Manchmal hart erkämpft

„Manchmal mussten wir auch kämpfen“ – Hell nannte unter anderem die Einrichtung des allgäuweiten Schulungszentrums der Sparkasse, die Ortsumfahrung Bertoldshofen-Markt­oberdorf, den Lebensmittelnahversorger im Norden Marktoberdorfs. „Da war richtig Überzeugungsarbeit nötig“, beim Hotel sogar eine Petition beim Bayerischen Landtag, so der Bürgermeister. Die Stadt erlebte ein Investitionsfeuerwerk der ortsansässigen Firmen, er lobte dies als Bekenntnis zum Standort Marktoberdorf.

Hell nannte mehrere Gastronomiebetriebe, die in den letzten Jahren neu eröffnet haben, Geschäftshäuser in der Stadtmitte wurden mithilfe eines Förderprogramm des Freistaates Bayern saniert und die Ladenleerstände hätten auf ein Minimum reduziert werden können – „das ist aber ein ständiges Schwimmen gegen den Strom“.

Für rund 370 Wohneinheiten, davon 105 Einfamilienhäuser, wurden Baugenehmigungen erteilt, die Einwohnerzahl ist nach jahrelangem Rückgang in diesem Zeitraum wieder angestiegen, zum 30. September 2019 auf 18.686. „Wir arbeiten an weiteren Baugebieten in Dorf und Stadt“, so Hell.

Klima- und Artenschutz

Begeistert berichtete der Bürgermeister über die erfolgreichen Aktivitäten der Stadt im Bereich des Klimaschutzes, der CO2-Ausstoß der städtischen Gebäude konnte in den letzten zehn Jahren um rund zwei Drittel gesenkt werden. „Ich bin sehr froh, dass schon mein Vorgänger dieses Thema aufgegriffen hat“, so Hell.

Nun hat die Stadt für 3,5 Millionen Euro eine Anlage zur Energiegewinnung aus Klärschlamm gebaut, der Ertrag an Energie aus den häuslichen Fäkalien liegt deutlich über dem Verbrauch des Hallenbades. Für das künftige Baugebiet des ehemaligen Krankenhausareals hat der Stadtrat eine Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe beschlossen.

Rund drei Hektar der innerstädtischen Rasenflächen hat die Stadtgärtnerei in den letzten Jahren in Blumenwiesen umgewandelt. Die „Bewahrung der Schöpfung ist eine ureigene Aufgabe einer wertkonservativen Partei“, aber das könne nicht einseitig den Landwirten aufgebürdet werden, „da sind wir alle in der Verantwortung“, betonte Hell.

Künftige Aufgaben

Der Bau des Kindergartens in der Saliterstraße soll im kommenden Jahr beginnen, der Neubau der Martinsschule ein Jahr später. Für die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft hatte der Stadtrat am Tag zuvor sein grundsätzliches Einverständnis gegeben (wir berichteten), denn „wir müssen heute dafür sorgen, dass es auch in Jahrzehnten noch preisgünstige Wohnungen gibt“. Die Fertigstellung der Ortsumfahrung werde zum Startschuss für die Dorferneuerung in Bertoldshofen. Ein Hauptthema ist laut Bürgermeister Hell ein bürgerfreundlicher ÖPNV für Kernstadt und Ortsteile. Hell präferiert eine flexible Bedienform, wie in den Landkreisen Günzburg und Unterallgäu bereits praktiziert und durch den Freistaat finanziell gefördert. „Die Leute müssen auch aus den Ortsteilen mit dem Bus zum Einkaufen, Arzt und zur Arbeit fahren können“. Dies ist aber nur mit Unterstützung des Landkreises möglich, denn dieser ist nach dem Gesetz der Träger des ÖPNV. Er hoffe auf konkrete Ergebnisse im neuen Jahr, so Hell.

Seine bisherige Amtszeit seien „intensive Jahre“ gewesen. Bei „18.700 Chefs“ Lösungen zu finden, die allen gerecht werden, sei eine Herausforderung. Dass der gelernte Arzt als Quereinsteiger Fuß fassen konnte, verdanke er seinen engagierten Mitarbeitern und einem konstruktiven Stadtrat. Er habe in dieser Zeit viele Menschen kennengelernt, die ehrenamtlich Großes leisten – „diese Erfahrung möchte ich nicht missen“.

kb

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