Schirmherr Glück gehabt

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Frankenhofen – Während die Faschingsumzüge am Wochenende sich wegen des Wetters kaum Sorgen machen mussten, blickten Teilnehmer und Veranstalter des Frankenhofener Gaudiwurms am Faschingsdienstag eher besorgt zum Himmel. Trotzdem blieben alle aufwendig geschmückten Wagen und Kostüme trocken.

Pünktlich um 13.45 Uhr konnte Fastnachtsprecher Konrad Kögel das „extra für 14 Uhr bestellte gute Wetter“ begrüßen. Zwar schaffte es die Sonne nicht ganz durch die Wolkenwand, allerdings setzte der Schneeregen während des gesamten Umzugs aus. Diesen Erfolg kann Schirmherr Andreas Kuisel für sich verbuchen. Schließlich hatte er auf seinem Schirmherrenwagen noch alle guten „Frankenhofener Geister“ beschwört.

Abschrecken ließ sich von dem angekündigten Wetter kaum jemand. Die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand konnten von ursprünglich 28 angemeldeten Zugnummern immer noch 26 begrüßen. Bestens auf das Wetter vorbereitet hatten sich gleich mehrere Gruppen. Als Kraken, Taucher und sonstige Meeresbewohner hätten „Rosi & Co“, die Musikkapelle Blonhofen und die „Blonhofer Weiber“ durchaus dem Regen trotzen können.

Der Faschingsumzug bot auch wieder reichlich Fläche für regionale Probleme und Auseinandersetzungen. Die „Hütte Osterzell“ thematisierte die Schließung der Raiffeisenfiliale in Osterzell. Im schwarzen Federkleid spielten die Damen des FC Blonhofen auf die Krähenplage im Kaltental an und verlegten diese kurzerhand nach Frankenhofen. Für die Frankenhofer selbst war wohl der gelungene Maibaumdiebstahl in der Nachbargemeinde Oberostendorf ein Highlight im letzten Jahr. Würdevoll trugen sie den schwarzen Schandbaum begleitet von der Musikkapelle Frankenhofen durch das Dorf. Die Mitglieder des Sportvereins Oberostendorf hatten schon derartiges geahnt und verteidigten ihre Ehre. 

Den Zuschauern wurden außerdem spektakuläre Shows geboten. Die Jugendshowtanzgruppe des FC Blonhofen lief zwischendurch im Handstand durch die Hauptstraße und beeindruckte mit Saltos die Zuschauer. Die „Fasnachter Stöttwang“ kritisierten nicht nur den Hype um das im letzten Jahr erschienene Spiel „Pokémon Go“ für Smartphones, sondern brachten auch ihre eigenen feuerspuckenden Pokémons mit. Kreativität bewiesen auch die „Jungen Wilden Kaltental“ mit dem Motto „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und einem echten Wasserfall auf ihrem Wagen. Gut bekannt waren den Zuschauern nur die alte Larve aus dem Jahr 1912 und die Jugendfeuerwehr Kaltental, die mit ihrem Drachen traditionell das Schlusslicht bildet.

Nach dem Umzug feierten alle Faschingsbegeisterten dann den Ausklang der „närrischen Zeit“ und gönnten sich ein letztes Mal Krapfen und Kässpatzen vor der anstehenden Fastenzeit.

von Agnes Reißner

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