Josh Brolin spielt in „Deadpool 2“ – Kreisbote sprach mit „Cable“

„Ich fühle mich mit der Rolle wie 30“

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Schauspieler Josh Brolin hat viel trainiert, um zu „Cable“ zu werden, erzählte er KB-Redakteurin Sandy Kolbuch.

Schauspieler, Filmproduzent und Regisseur Josh Brolin (*1968) wurde 1985 in Steven Spielbergs „Die Goonies“ bekannt. 2007 war er in dem oscarprämierten Film „No Country for Old Men“ zu sehen, bevor er in „True Grit“, als Agent K in „Men in Black 3“, in „Oldboy“ und beiden Verfilmungen von „Sin City“ zu sehen war. Seit 2014 gehört Brolin in der Rolle des galaktischen Eroberer Thanos („Guardians of the Galaxy“) zum Marvel Universum. Aktuell ist er in der Rolle in „Avengers: Infinity War“ zu sehen. Ab dem 17. Mai tritt Brolin in „Deadpool 2“ als Cable auf. Kreisbote-Redakteurin Sandy Kolbuch traf Josh Brolin zu Gespräch in Berlin.

Wie war die Zusammenarbeit mit Ryan Reynolds?

Brolin: Nichts hätte mich glücklicher machen können. Er ist so clever, erfolgreich und gut aussehend – alles, was ich hasse. Nein! (lacht) Ryan ist klasse. Wir haben sehr viele Kampfszenen im Film zusammen. Ich bin jetzt 50 und ich bin sehr dankbar für die Rolle, mit der ich mich wie 30 fühle. Die Kampfszenen haben es in sich und waren eine große Herausforderung für mich, vor allem die viereinhalb-minütige Szene, die wir ohne Schnitt gedreht haben. Ich bin sehr stolz auf diese Szene, die aus 355 Bewegungen besteht. Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir für diese Szene über fünf Wochen trainiert und haben sieben Takes gebraucht, um sie im Kasten zu haben. Mit 50 ist der Wiederholungseffekt natürlich ein anderer. Ryan und ich haben alle Szenen gemeinsam gemacht und sind am Ende mit Schmerzen vom Set gegangen (läuft mit schmerzverzerrtem Gesicht durch den Raum, während er stöhnend seinen Rücken massiert). Mein Vertrag läuft noch für weitere drei Filme, ich weiß nicht, was noch auf mich zukommen wird.

Wie haben Sie sich auf die Rolle von Cable vorbereitet?

Brolin: Ich hatte einen sehr harten Trainingsplan. Ich habe viel Nahrung zu mir genommen, die ich normalerweise hasse. Für den Film hatte ich elf Wochen für die Vorbereitung, sodass ich täglich drei Stunden trainiert habe. Aber ich hatte meinen Spaß dabei. Die ersten zwei Wochen waren sehr hart, da hatte ich das Gefühl, zu sterben. Wenn man die erste Phase überwunden hat, fühlt man sich gut und sieht die ersten Ergebnisse. Und dann beginnt erst die eigentliche Arbeit. Während der Drehzeit kommen noch täglich eineinhalb Stunden Make up hinzu. Wenn ich um vier Uhr am Set sein musste, saß ich bereits um zwei Uhr in der Maske. Dann steht man zwölf Stunden vor der Kamera und braucht am Ende des Tages zwei Stunden, um das Make up wieder loszuwerden… Alles in allem, ist es ein sehr leichter Job!

„Deadpool 2“ wird als ‚Familienfilm‘ beworben, der viele lobenswerte Botschaften enthält, aber auch sehr viel Gewalt...

Brolin: Kinder werden älter und erleben Gewalt heutzutage durch die Medien als etwas alltägliches. Der Film hat wirklich viele Botschaften, die sehenswert sind. Die Eltern müssen entscheiden, ob ihre Kinder bereit sind, unseren Film zu sehen. Auf meinen Instagram-Account gab es eine Charity-Aktion. Als ich mir die Kommentare dazu durchgelesen habe, stieß ich auf die Reaktion einer Mutter. Deren Sohn war besessen von Cable, obwohl er „Deadpool“ nicht sehen durfte und auch „Deadpool 2“ in den nächsten vier Jahren nicht sehen wird. Ich bewundere diese Art von Erziehung!

Cable besitzt die Fähigkeit, in der Zeit zurückzuspringen. Wenn Sie die Möglichkeit hätten, wen würden Sie gerne treffen?

Brolin: Ich kann das nicht sagen. Diese Frage wurde mir schon so oft gestellt, dass ich mich mit Ryan darüber unterhalten habe. Auch er hatte keine Antwort. Ich lebe die Dinge aus. Ich tue im Moment genau das, was ich tun will und bin damit extrem glücklich.

Vielen Dank für das Gespräch.

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