Vorbildfunktion für Bayern

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Wasser marsch: Pforzens Bürgermeister Herbert Hofer (v. li.), seine Amtskollegin aus Rieden Inge Weiß, Michael Haug vom STMUV, Wasserwerksleiterin Caroline Moser und Kaufbeurens Bürgermeister Gerhard Bucher legten Hand an.

Kaufbeuren – „Endlich ist es so weit. Die Wasserleitungsbauarbeiten sind abgeschlossen. Gemeinsam mit den beteiligten Handwerkern, Planern, geladenen Gästen sowie Bürgerinnen und Bürgern können wir heute die Inbetriebnahme der Wasserversorgung mit den Gemeinden Pforzen und Rieden, sowie die Übernahme der technischen Betriebsführung durch die Stadt Kaufbeuren gemeinsam feiern“, sagte zweiter Bürgermeister Gerhard Bucher.

Trotz Sturmtief „Egon“ hatten sich zahlreiche Besucher aus den beiden Nachbargemeinden zu dieser feierlichen Inbetriebnahme der Wasserleitung an der Übergabestelle unweit des Neugablonzer Freibads eingefunden. Nach einer mehr als einjährigen Bauzeit in zwei Bauabschnitten konnte nun endlich gefeiert werden.

Gerhard Bucher erklärte in seinem Grußwort, dass er mit einem gewissen Stolz im Nachhinein von einer hervorragenden Zusammenarbeit bei diesem Pilotprojekt sprechen könne. Er freue sich, dass die Gemeinden Pforzen und Rieden nun von Kaufbeuren aus mit Trinkwasser bester Qualität versorgt werden.

Michael Haug überbrachte Grußworte aus dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (STMUV) und erklärte in seiner Rede, dass er dieses Pilotprojekt einer „Interkommunalen Zusammenarbeit in der öffentlichen Wasserversorgung“ zwischen der Stadt Kaufbeuren und den beiden Nachbargemeinden, von Anfang an mit „viel Herzblut“ begleitet habe. Nach Meinung Haugs habe man hier den richtigen Weg einer zukunftsweisenden Wasserversorgung gefunden. Das STMUV habe diese Maßnahme - auch als Anreiz für andere Gemeinden in Bayern - mit einer Sonderförderung in Höhe von 750.000 Euro bezuschusst. Um eine Versorgungssicherheit auf diesem Gebiet zu erzielen, seien derartige Kooperationen äußerst wichtig und nachahmenswert. Und so hoffe er, dass dieses Projekt in Bayern Schule mache.

Josef Ehrensberger fasste im Namen der beteiligten Unternehmen in seinen Ausführungen die komplette Baumaßnahme noch einmal zusammen und erklärte, dass es zu Beginn zunächst zahlreiche Gespräche gegeben habe, um die Verantwortlichen von der Notwendigkeit eines solchen Wasserverbundes zu überzeugen. In zwei Bauabschnitten wurden dann 6.900 Meter Wasserleitungsrohre nach Pforzen und Rieden verlegt. Schwierig sei gewesen, Rohre unter den Bahngleisen zu verlegen. Glücklicherweise konnte alles unfallfrei abgeschlossen werden und so freue man sich, dass dadurch eine hochwertige Wasserversorgung für Pforzen und Rieden sichergestellt werden konnte. Speziell für Rieden sei diese Lösung enorm wichtig, nachdem steigende Nitratwerte im Trinkwasser aufgetreten seien. In Pforzen hätte die Wasserversorgung mehr oder weniger ausgereicht, lediglich in den Sommermonaten sei es in der Vergangenheit zu einer gewissen Verknappung gekommen, was letztlich zur Mitbeteiligung an dieser Kooperation geführt habe. Den drei beteiligten Bürgermeistern überreichte er abschließend als symbolhaftes Geschenk eine Wandtafel mit den Gemeindewappen.

Nachdem die Kleinen der Kindertagesstätte Rieden-Zellerberg mit einem Lied die Vorzüge des Wassers gewürdigt hatten, hieß es: „Wasser marsch!“ Bürgermeisterin Inge Weiß aus Rieden, ihr Amtskollege aus Pforzen Herbert Hofer, Kaufbeurens zweiter Bürgermeister Gerhard Bucher nahmen – unterstützt von Caroline Moser vom Städtischen Wasserwerk und Michael Haug – die Verbindungsleitung im neu errichteten Druckmindergebäude in Betrieb und starteten den Beginn einer künftigen sicheren Wasserversorgung.

von Klaus-Dieter Körber

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