Ein gut gelaunter Innenminister nimmt Buchloer Wünsche entgegen

Eisenbahn und Feuerwehr

+
Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger (rechts) konnte Innenminister Joachim Hermann die zukünftige Baustelle am Bahnhof präsentieren. Mit dabei waren Jengens Bürgermeister Franz Hauck (v.li.), Waals Bürgermeister Alois Parzelius, der Fraktionsvorsitzende der CSU-Fraktion im Stadtrat Herbert Barthelmes, die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Landratskandidatin Maria-Rita Zinnecker, Innenminister Joachim Hermann und Bürgermeister Josef Schweinberger.

Buchloe – Es herrschte Kaiserwetter, als Bayerns Innenminister Joachim Hermann am Buchloer Bahnhof eintraf. Allerdings nicht mit der Eisenbahn wie einst König Ludwig sondern diskret mit einer schwarzen Limousine.

Ein Empfangskomitee mit Bürgermeister Josef Schweinberger, der CSU-Landtagsabgeordneten Angelika Schorer und die CSU-Landratskandidatin Maria Rita Zinnecker sowie die Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe wollten die Gelegenheit nutzen, dem Minister Joachim Hermann bei seinem Besuch in Buchloe einige Wünsche mit auf den Wege zu geben. Joachim Hermann ist einer der letzten Münchner Landespolitiker, die das alte Bahnhofsgebäude der Stadt Buchloe zu sehen bekam. 

Bereits am kommenden Montag (17.3.) sollen die Abrissbagger anrollen und Platz schaffen für den Bahnhofsneubau, der die Stadt Buchloe allerdings einiges kosten wird. Der Kreisbote hatte mehrfach über die Nachforderungen der Bundesbahn berichtet. Damit ist das Thema Bahn aber noch nicht abgeschlossen. Die geplante Ausschreibung zur Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Lindau und den damit verbundenen Folgen und Befürchtungen standen auf der Merkliste von Josef Schweinberger und Angelika Schorer ebenso wie die geplanten freiwilligen Lärmschutzmaßnahmen an der Strecke, die die Bundesbahn nicht bezahlen und auf die Kommunen überwälzen will. Josef Schweinbergers Wunschliste war damit noch nicht zu Ende. Er möchte im Bereich des Bahnhofes ein Parkhaus für Pendler einrichten und informierte den Minister, dass seine Stadt 600 bis 700 Pendlerfahrzeuge jeden Tag unterbringen müsse. „Wir haben sogar Autofahrer aus Kempten, die bei uns in die Bahn einsteigen“, sagte Schweinberger. Ein Parkhaus, so der Rathauschef, würde darüber hinaus eine hervorragende Lärmschutzwand ab- geben. 

Schweinberger warb beim Minister dafür, dass eine finanzielle Hilfe des Freistaates bei diesem Projekt gern gesehen würde. Der Minister zeigte sich gut gelaunt. „Ich wurde hierher beordert und nun kommen die Ankündigungen im Minutentakt“ meinte er scherzhaft. Joachim Hermann hatte sich auf seinen Besuch in Buchloe aber auch gut vorbereitet. Wir haben die Problematiken bei unseren Verhandlungen „auf dem Bildschirm“, sagte der Innenminister, der auch für die Bahn zuständig ist. So will Hermann auch die Befürchtungen von Schweinberger und Schorer, dass nach der Elektrifizierung der Strecke München – Lindau Verbindungen ins Ostallgäu gestrichen werden, in die Verhandlungen einbringen. In einem Schreiben, das vom Bürgermeister und der Landtagsabgeordneten unterschrieben wurde, baten beide den Innenminister um Unterstützung. 

„Die Strecken ins Ostallgäu sollten weiter mit Dieselloks befahren werden“, meinte Angelika Schorer. „Wir haben die Direktverbindungen im Blick und wir wollen keine Verschlechterung“ betonte Joachim Hermann in seiner Funktion als „Bahnminister“. Buchloes Bahnhof soll auch barrierefrei ausgebaut werden. Der Minister verwies auf einen Vertrag mit der Bundesbahn, wonach Buchloe einer von 13 Regionalbahnhöfen in Bayern ist, der entsprechend umgebaut werden soll. Auch in Sachen Lärmschutz konnte Hermann Bürgermeister Josef Schweinberger beruhigen. Der Lärmschutz werde nach den neuen Richtlinien gebaut, der sogenannte „Schienenbonus“ entfällt, betonte Hermann und zu Josef Schweinberger gewandt: „Sie brauchen nicht mehr zu schreiben“. Einen Brief wird Josef Schweinberger dem Minister trotzdem schreiben. Darin wird es um die Unterstützung beim Bau des Parkhauses für die Pendler gehen. 

Joachim Hermann besuchte auch Buchloes neues Feuerwehrgebäude. Auch hier zeigte er sich gut vorbereitet und konnte Buchloes Bürgermeister die Unterstützung seines Ministeriums über die Finanzierung des Gebäudes auf den Cent genau Auskunft geben. Josef Schweinberger wäre aber nicht Josef Schweinberger, wenn er auch in diesem Bereich nicht die Gelegenheit genutzt hätte, um seine Wunschliste zu ergänzen, natürlich mit der Hoffnung auf weitere Unter- stützung, diesmal beim „Feuerwehrminister“, denn Hermann ist als Innenminister auch für die Feuerwehren zuständig. Der Rathauschef hat dabei eine Erneuerung der roten Fahrzeugflotte im Visier. Auch hier wird Schweinberger noch einige Briefe an das Ministerium am Odeonsplatz in München schreiben müssen.von csp

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
"Von Bürgern für Bürger"
"Von Bürgern für Bürger"
Mehr Platz für Motorräder
Mehr Platz für Motorräder
Leichter Rückgang bei Entleihen
Leichter Rückgang bei Entleihen

Kommentare