Institutionell gut aufgestellt

Die Stadt will für junge Familien attraktiv sein und dies auch bleiben. Um der Forderung nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu genügen, gibt die Stadt run 3,9 Millionen Euro aus, das sind neun Prozent ihres 43-Millionen-Etats 2010.

Die gesetzliche Forderung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes, nach dem ab 2013 für 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren ein qualifizierte Tages-pflege zur Verfügung stehen solle, werde zwar noch nicht erfüllt, meinte Wolfgang Wieder, zur Zeit ergebe sich ein so hoher Bedarf jedoch noch nicht. Die durch den Kinderbeauftragten anlässlich der Stadtratsitzung vorgestellte Bedarfsplanung mit 67 Krippen-, 533 Kindergarten- und 202 Kinderhortplätzen wurde einstimmig anerkannt. Für den Bereich Kinderkrippen sei die Nachfrage nach Betreuungsplätzen höher, als die Aufnahmekapazität durch frei werdende Plätze, sagte Wieder. Es werde jedoch nach Kompromissen gesucht, außerdem kämen durch die neue Kinder-krippe Sonnenschein weitere 45 Plätze hinzu. Wie dieses Angebot bereits bei der Familienplanung Berücksichtigung finde, zeige der Umstand, dass Kinder angemeldet werden, noch bevor sie geboren werden. Bei den Kindergartenplätzen sei das Angebot höher als der Bedarf. Nur punktuell gebe es Platzprobleme, was auf die ausgeprägte Ortsteilstruktur von Marktoberdorf zurückzuführen sei. Mit dem Waldkindergarten Purzelbaum ver- füge die Stadt über ein plurales Angebot in der Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen. Leider finde dieser zur Zeit noch nicht genügend Nachfrage, so dass hier noch Kindergartenplätze frei seien. Wie bei den Krippenplätzen steige in der nachschulischen Betreuung der Bedarf für die Betreuung von Grundschul-kindern. Durch eine Containerlösung, die allerdings nicht als Dauerlösung gedacht sei, würden 35 weitere Plätze an der Adalbert-Stifter-Schule und 50 Plätze an der St.Martin Schule geschaffen, erklärte Wieder. Die Räte waren sichtlich zufrieden mit der Situation, so dass Ulrike Wieser (SPD) von einer kinderfreund-lichen Stadt sprach. Markus Singer (CSU) äußerte: „Wir sind institutionell gut aufgestellt“. Dennoch gab er zu bedenken, dass es darauf ankomme, dass Kinder überall in der Stadt spielen können müssten. Dies müsse bereits bei der Aus-weisung von Baugebieten Be-rücksichtigung finden. kpb

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