Ein integratives Haus für Kinder

Sind froh über die Einweihung des Kindergartens: Weihbischof Dr. Losinger (4. v. re.) mit Projektbegleitern und Betreuerinnen der Kindertagesstätte Don Bosco.

„Dieser Tag ist ein wichtiger Tag, besonders für die Kinder und Eltern!“ Mit diesen Worten begrüßte Susanne Mrazek als Leiterin der Kindertagesstätte „Don Bosco“ alle Anwesenden zur Einweihung der Einrichtung, die Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger aus Augsburg am vergangenen Wochenende vornahm. Zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben waren der Einladung der Stadt Buchloe und der Pfarrei Mariä Himmelfahrt ebenso gefolgt wie die Eltern und Kinder als Nutznießer der Einrichtung. Nach der Einweihung durch den Weihbischof fand im „Haus der Begegnung“ ein Festakt statt. Außerdem wurden Führungen durch die Tagesstätte angeboten.

In gerade mal zweijähriger Planungs- und Bauzeit konnte das Haus termingerecht am 1. September bezogen und am 23. September die Schlusssteinlegung vollzogen werden. Nun erfolgte die Einweihung und offizielle Übergabe an die Leitung der Einrichtung. Ausschlaggebend für den Erfolg war der frühzeitig gebildete Arbeitskreis KITA, bestehend aus Vertretern der Kirchenverwaltung als Träger, Bauamt, Politik, Kindergarten und Eltern. Zusammen mit dem Architekturbüro Degle, dem Landratsamt Ostallgäu sowie der Regierung von Schwaben zogen alle an einem Strang und laut Gesamtkirchenpfleger Karl Kutter waren es „zwei aufregende, aber spannende Jahre“. An alles gedacht In seinem Grußwort sagte Weihbischof Dr. Losinger: „Was die KITA Don Bosco so wertvoll macht ist die Tatsache, dass dieses Haus aus Stein auch ein Haus aus Leben, Wärme, Herzlichkeit und Werten ist.“ Bürgermeister Josef Schweinberger bedankte sich bei den Planern und ausführenden Firmen und betonte, dass dieses Gemeinschaftswerk sich sehen lassen könne. „Es wurde an alles gedacht“, so Schweinberger, der selbst fast drei Jahrzehnte als Kindergartenverwalter tätig war. Alexander Müller als stellvertretender Landrat bezeichnete die Einrichtung als „eine der größten des Landkreises und besonders gute dazu“. Susanne Mrazek war von dem Haus begeistert und freut sich auf die neuen Herausforderungen. Sie bedankte sich bei ihrem „tollen Team“ und begrüßte ihre 14 neuen Kolleginnen. Drei der vier Kindergartengruppen sind integrativ zusammengesetzt. In den integrativen Gruppen befinden sich bis zu 16 Kinder, in denen drei bis fünf Kinder aufgrund ihrer Entwicklung verzögert oder beeinträchtigt sind. Therapieangebote und pädagogische Fachkräfte unterstützen die Förderung dieser Kinder. In den drei Gruppen der Kinderkrippe werden je elf Kinder unterschiedlichen Alters betreut. Dabei werden den Kindern bedürfnisorientiert abgestimmte Spielangebote in einem geschützten Entwicklungsraum angeboten. Vorzeigeobjekt Architektin Annette Degle bezeichnete den 2009 erteilten Auftrag für eine integrative Ausführung als „spannende Aufgabe“ und bedankte sich bei Ulrich Förg für die Bauleitung. Mit fast 2 Millionen Euro an Zuschüssen aus Konjunkturpaket II, vom Freistaat und der Diözese Augsburg sowie rund 1,2 Millionen Euro an Eigenmitteln der Stadt Buchloe blieb der Bau unter den geplanten Kosten. Durch entsprechende Wärmedämmung und Anschluss an ein Fernwärmenetz liegt der energetische Standard der KITA weit über dem gesetzlich Geforderten. Aufgrund der kompakten zweigeschossigen Bauweise liegen alle Gruppen- und Gruppennebenräume auf der Südseite mit direktem Bezug zum Garten der Kinder. Der Garten liegt optimal ausgerichtet nach Süden, wobei ein kompletter Erhalt der großzügigen Grünanlage mit dem vorhandenen Baumbestand möglich war. In seinem Schlusswort sagte Stadtpfarrer Reinhold Lappat als Bauherr und Träger der KITA, er sei stolz und dankbar für die Zusammenarbeit mit allen Stellen und besonders für die ehrenamtlich geleistete Arbeit von Karl Kutter, Hans Seitz und Bernhard Ried. „Dies ist ein Haus der Geborgenheit, in dem Kleines geborgen groß werden kann“, so der Pfarrer abschließend.

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