Ab Donnerstag, 3. August, im Kino

Kinokritik: "Planet der Affen: Survival"

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Andy Serkis (Caesar), Amiah Miller (Nova) und Karin Konoval (Maurice).

Drei Jahre sind vergangen, seit Anführer Caesar in „Planet der Affen: Revolution” die Affenherde in ein sicheres Refugium führte. Nach einem erneuten Zusammentreffen mit den Menschen brannte ein Krieg aus, von dem sich die Primaten erholen mussten. Die Handlung von „Planet der Affen: Survival” beginnt unmittelbar nach den Geschehnissen des Vorfilms und setzt das Franchise und der Regie von Matt Reves fort.

Inhalt

Caesar (Andy Serkis) und seine untergebenen Primaten haben sich gegen die Menschheit durchgesetzt. Auf der Suche nach einer neuen Heimat streifen sie durch die Wälder. Einige der Primaten haben sich auf die Seite der Menschen geschlagen, die noch immer von dem tödlichen Virus bedroht sind. Gemeinsam mit den Soldaten eines unerbitterlichen Colonels (Woody Harrelson) sind die dem Affenvolk auf der Spur. Nach einem Angriff, der auf beiden Seiten Opfer gefordert hat, will Caesar Rache an dem Colonel üben. Auf dem Weg in dessen Lager stößt die Gruppe auf ein verwaistes Menschenmädchen (Amiah Miller), das Caesars Herz erwärmen kann.

Rezension

Matt Reves inszeniert das Finale der Reihe mit Caesar als Hauptfigur in sehr düsteren Bildern. Das Leben der Affen ist nach wie vor gefährdet durch den Menschen, der sich einige Primaten zum Untertan gemacht hat. Die Geschichte ereignet sich zum großen Teil jedoch außerhalb des Refugiums der Menschen, tief im Wald. Die Affen haben sich ein neues Gebiet erobert, in dem die Population wächst und gedeiht. Doch trotz der natürlichen Verhältnisse, ist die Angst ihr stetiger Begleiter. Nur durch umherstreifende Schutzposten kann die Sicherheit der Primaten gewährleistet werden. Schon bald werden Caesar und sein Affenvolk von dem Feind entdeckt und mit brutalen Maßnahmen vernichtet. Die Rache der Primaten wächst ins Unermessliche. Der Kampf ums Überleben wütet nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar. Herbe Verluste müssen verzeichnet werden, die dem Zuschauer ebenfalls ans Herz gehen. Die Elemente des Science Fiction sind nur noch am Rande erahnbar, da sich „Survival“ zu einem Kriegsfilm entwickelt, der mit brutaler Härte zuschlägt.

Drehbuchautor Mark Bomback spricht dem Film eine unglaubliche Emotionalität zu, die aus Momenten entsteht, in denen man nicht damit rechnen würde. Wenn der menschenhassende Caesar dem verwaisten Menschenmädchen gegenübersteht und plötzlich zu emotionalen Gefühlsäußerungen fähig ist, berührt das dem Zuschauer auf hoher Ebene. Dennoch kommt es zum Showdown zwischen Caesar und dem Colonel, diabolisch gespielt von Woody Harrelson.

Auch wenn die Geschichte packend ausfällt, ist es doch wieder einmal der Look, der dem Ganzen einen unvergleichlichen Esprit verleiht. Die Affen, die allesamt durch Motion Capture zum Leben erweckt wurden, zeugen von einem naturalistischen Look, auch wenn dieser in den letzten Jahren stilisiert wurde. Mimik und Gestik der Primaten überraschen und begeistern, wenngleich die Vermenschlichung vorangeschritten ist. Dies wird vor allem durch den von Steve Zahn gespielten Schimpansen namens Bad Ape deutlich.

„Planet der Affen: Survival“ ist ein gelungener Abschluss der Trilogie, der mit äußerster Brutalität vorgeht und den Kampf zwischen Mensch und Tier auf die Spitze treibt.

Infos zum Film:

Originaltitel: War for the Planet of the Apes

Land: USA

FSK: 12

Regisseur: Matt Reves

Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Steve Zahn, Karin Konoval, Amiah Miller u.a.

von Sandy Kolbuch

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