Der ESVK steht in den Startlöchern: Der Kreisbote hat zum Saisonstart bei ESVK-Headcoach Andreas Brockmann nachgefragt

Am Sonntag starten die Joker in die neue Saison

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ESVK-Coach Andreas Brockmann.

Kaufbeuren – Rund fünf Wochen Vorbereitung ist vorüber. Es wird wieder ernst für den ESV Kaufbeuren.

Nach dem Abschiedsspiel im altehrwürdigen Stadion am Berliner Platz gegen die Tölzer Löwen (siehe eigener Artikel), geht die Spielzeit 2017/2018 in der DEL2 für die Joker erst am kommenden Sonntag (17. September) mit einem Auswärtsspiel bei den Dresdner Eislöwen los. Die Fans müssen sich allerdings bis zum 8. Oktober gedulden, ehe sie ihre Mannschaft in der neuen Arena zur ersten Heimpremiere erleben dürfen. Der Kreisbote unterhielt sich vor dem Saison­start mit Headcoach Andreas Brockmann.

Wie lautet ihr Fazit nach der Vorbereitungsphase?

Brockmann: Die Bilanz ist positiv. Wir haben die eine oder andere Verletzung gehabt. Es gab intensive Trainingseinheiten, die Jungs haben super mitgezogen. Auch die Vorbereitungsspiele haben wir alle ordentlich absolviert.

Ihre Handschrift ist jetzt nach einem Jahr noch deutlicher?

Brockmann: Mit Sicherheit! Ein Großteiler der Spieler aus der vergangenen Saison sind uns erhalten geblieben, neue sind auch hinzugekommen. Das dauert auch eine gewisse Zeit, damit sich alles einspielt und reibungslos über die Bühne geht. So etwas bringst du nicht in fünf Wochen Vorbereitungszeit hin. Wir haben eine lange Saison vor uns mit 52 Spielen, da kann sehr viel passieren. Wichtig ist, dass wir frei von Verletzungen bleiben und uns kontinuierlich steigern.

Wie ist ihr Eindruck von den ausländischen Neuzugängen?

Brockmann: Bis jetzt ist alles sehr positiv. Sie haben sich sehr gut in die Mannschaft eingefügt. Sie machen ihren Job und das ist das Wichtigste für mich. Wir haben ja im Vorfeld großen Wert darauf gelegt, welche Spielertypen zu uns passen.

Sebastian Osterloh führt die Truppe auch in der kommenden Spielzeit als Kapitän an. Was zeichnet ihn aus?

Brockmann: Er ist ein Vorbild in jeder Hinsicht, was die Arbeitseinstellung angeht. Er trainiert sehr gut. Im Spiel gibt er 100 Prozent und sogar mehr. Er ist sehr wichtig für mich. Da ich keinen Co-Trainer habe, gibt er mir immer ein Feedback. Es funktioniert sehr gut.

Kommen wir zum Sportlichen: Der ESVK beginnt die neue Saison mit fünf Auswärtsspielen, bevor es in die neue Arena geht. Das ist doch ein enormer Aufwand, den Sie in den nächsten Wochen betreiben müssen.

Brockmann: Das stimmt, aber wir müssen es nehmen wie es kommt. Wir werden es nicht ändern können. Wir haben nur jeweils ein Spiel am Wochenende und das auswärts. Es wird sehr schwer werden, hier einen Rhythmus zu bekommen. Aber es hilft nichts. Wir brauchen hier nicht jammern.

Dann ist doch mit Sicherheit die Vorfreude auf die neue Spielstätte groß?

Brockmann: Das schon, aber sobald wir in die neue Arena umziehen, haben wir ein extremes Programm vor uns. Wir müssen die Spiele, die wir nicht absolviert haben, schnell nachholen. Wir haben nicht den größten Kader. Daher hoffe ich, wenn wir gerade viele Dienstagspartien spielen müssen, wir vom Verletzungspech verschont bleiben.

In der vergangenen Saison erlebte der ESVK eine phänomenale Spielzeit mit dem Erreichen des Halbfinals. Wollen Sie ansatzweise wieder da hinkommen?

Brockmann: Nein, das wäre zu vermessen. Unser Ziel ist das Erreichen der Play-Off-Runde. Wir wollen unter die ersten Zehn kommen. Die anderen Mannschaften haben sich vehement verstärkt. Gerade die Teams, die sich hinter uns platziert haben, haben aufgerüstet.

Bleibt es bei den gleichen Teams, die wie im Vorjahr oben mitspielen werden?

Brockmann: Mit Sicherheit. Die Favoriten werden wieder Bietigheim, Frankfurt, und Kassel sein. Ravensburg und Riessersee haben sich extrem verstärkt. Eine Saison geht immer von Null an. Ich erwarte jedenfalls eine interessante Saison.

Wenn Sie auf Ihr Team blicken, was sind die Stärken?

Brockmann: Die Geschlossenheit. Wir wollen ein hohes Tempo auf dem Eis gehen, läuferisch stark sein und ein gutes Forechecking (Anm. d. Red.: Angriffsverteidigung) betreiben und auch diszipliniert spielen. Wenn wir die Attribute auch alle bringen, dann werden wir auch erfolgreich.

Erfolgreich dann auch mit den Fans. Die Schallmauer von 1000 verkaufter Dauerkarten ist durchbrochen. Freut sie das auch?

Brockmann: Auf alle Fälle. Es wichtig für den Verein und das gesamte Umfeld. Es ist auch ein Verdienst der Mannschaft, weil sie eben in der vergangenen Saison eine starke Spielzeit abgeliefert hat. Wir wollen alle glücklich machen und eine bestmögliche Runde spielen.

Der Kreisbote wünscht viel Erfolg zum Saisonstart.

Von Stefan Günter

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