Hollywood-Regisseur von "Hercules" und seine Stars exklusiv

Brett Ratner im Interview mit dem Kreisboten

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Brett Ratner bei der Pressekonferenz in Berlin.

Für die Weltpremiere von „Hercules“ reisten Regisseur Brett Ratner und Produzent Beau Flynn mit ihrem Ensemble Dwayne Johnson, Ian McShane, Reece Ritchie, Irina Shayk, Ingrid Bolsø Berdal, Rufus Sewell und Aksel Hennie nach Berlin. Sandy Kolbuch traf im Auftrag des Kreisbote das Team der Mega-Produktion, welche gutgelaunt über den real gewordenen Filmtraum sprachen.

Kreisbote: Was und wer ist in ihren Augen ein Held? 

Dwayne Johnson: Meiner Meinung nach ist ein Held ein Individuum, das jeden Tag daran arbeitet, besser zu werden. Außerdem sieht ein Held immer gut aus, selbst in Lendenschurz. Ich spreche jetzt für alle anwesenden Männer der Crew, wenn ich sage, dass ein Held auch jemand ist, der den ganzen Tag lang Irina anschauen und sich dennoch auf seine Arbeit konzentrieren kann. (lacht) 

Kreisbote: Der Einsatz von CGI wurde auf ein Minimum reduziert. Wie schwer war es die Kulissen zu erbauen? 

Beau Flynn: Brett sagte, dass er alles so klein halten wolle wie möglich. Aber er hatte den Anspruch, dass alle authentisch aussehen soll. Wir waren zehn Monate lang in Budapest und haben dort die Kulissen vom Grund aus errichten lassen. Und der Detailreichtum zahlt sich aus. 

Kreisbote: Aksel Hennie spricht im Film nur eine einzelne Zeile?! 

Brett Ratner: Ich habe Aksels Film „Headhunters“ dreimal gesehen und habe wörtlich zu ihm gesagt, dass er jede Rolle im Film kriegen kann – außer Hercules. Aksel war so mutig, seinen Part auf eine einzelne Dialogszene zu reduzieren. Wenn „Hercules“ auf DVD und BD erscheint, wird sein Vorsprechen irgendwo in dem Bonusmaterial versteckt sein. Wer es findet, wird seinen Spaß haben, denn Aksel grunzt. 

Dwayne Johnson: Brett schickte mir die Aufnahme von Aksels Vorsprechen und meinte, dass er genau den richtigen Darsteller für die Rolle des Tydeus gefunden hätte. Ich schaute mir die Aufnahme an und dachte, was zum Teufel…. Aber dann habe ich ihn persönlich getroffen und wusste, dass wir keinen besseren hätten finden können. 

Kreisbote: Wer hat Sie am meisten beeindruckt? 

Brett Ratner: Ingrid. Als ich sie das erste mal sah, sah ich eine wunderschöne Frau. Doch sie war viel zu schlank. Also sagte ich ihr, dass sie unbedingt Muskelmasse aufbauen muss. Innerhalb weniger Wochen hat sie ihren Körper völlig verwandelt. Dwayne ist der engagierteste und kreativste Schauspieler, den ich kenne. Normalerweise bevorzugen Schauspieler zu spielen. Aber Dwayne wollte die Szenen lieber real umsetzen. Als wir in an den Felsen gekettet haben und er laut seinen Namen schrie, riss er die Ketten aus der Dekoration. Also haben wir echte Ketten verwendet, damit er daran zerren konnte und seine Muskeln hervortraten. Er riss die Ketten wieder aus der Verankerung. Da wusste ich, wenn sich Dwayne Johnson in meinem Film verletzt, habe ich ein Riesenproblem. Der Mann hat mehr als 50.000.000 Facebook-Anhänger, einer davon wird sich an mir rächen. (lacht) 

Kreisbote: Es gibt bereits 40 Herkules-Filme, was zeichnet ihren „Hercules“ besonders aus? 

Brett Ratner: Jeder Darsteller bringt seine eigene Individualität in die Figur ein. Irina ist schön, Dwayne ist kräftig, Ian charismatisch und Aksel besitzt eine weibliche Seite. Der Film ist für ein Publikum gemacht, das seinen Spaß haben will. Und ich hoffe, das haben wir geschafft. Vielen Dank! 

von Sandy Kolbuch

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