Investieren in Standort

AGCO investiert und es ist kein Ende in Sicht: Bis zum Jahr 2012 will der US-Mutterkonzern im Zuge des Zu- kunftsprojektes „Fendt Ahead2“ insgesamt 172 Millionen Euro in die beiden Fendt-Standorte Marktoberdorf und Bäumenheim fließen lassen. Bei der feierlichen Schlüsselübergabe zur neuen Fertigungshalle auf dem Marktoberdorfer Firmengelände und der Grundsteinlegung für die neue Schleppermontage wurden darüber hinaus weitere Expansionspläne bekannt: „Wir stehen kurz vor dem Kauf eines Werks in Sachsen“, verriet AGCO-Präsident Martin Richenhagen.

In dem sich momentan im Konkurs befindlichen Werk sollen zukünftig Teile hergestellt werden, die in Fendt-Traktoren verbaut werden. „Wer in der Krise investiert, wird der erste sein, der vom Aufschwung profitiert“, da ist sich der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sicher. Und investiert wird: Nach Angaben des Sprechers der Fendt-Geschäftsführung Peter J. Paffen belaufen sich die Kosten der neuen Fertigungshalle auf 50 Millionen Euro. In der nach modernsten klimatechnischen und ökologisch verträglichen Kriterien erbauten Fertigungshalle, die größer als zwei Fußballfelder misst, wurden insgesamt 6600 Kubikmeter Beton verbaut. Die Kosten für die neue Endmontage: nochmals 70 Millionen Euro. Ein „Leuchtturmprojekt“, wie es Brunner bezeichnet und ein bedeutender Schritt für den Landtechnikstandort Deutschland. Laut Paffen ist die millionenschwere Werkserweiterung, die ausschließlich mit Eigenkapital finanziert wurde, die „beste Standortsicherung, die wir uns für hier vorstellen können.“ Seit zwölf Jahren gehöre Fendt nun zum amerikanischen Mutterkonzern AGCO und nach anfänglicher Skepsis auf beiden Seiten, sei das Vertrauen im Laufe der Jahre gewachsen. Nun sei es eine Symbiose, die von Erfolg gekrönt sei: In den letzten zwölf Jahren wurden insgesamt 153000 Fendt-Traktoren verkauft und insgesamt 10 Milliarden Euro erwirtschaftet, so Paffen. Dieses Vertrauen sei die Basis für die Umsetzung der Großinvestitionen bei AGCO/Fendt in Marktoberdorf gewesen. Darüber hinaus habe die „schnelle und un- bürokratische“ Abwicklung der Bauanträge zum schnellen Baubeginn beigetragen. Paffen bedankte sich dafür bei der Kommunalpolitik, vertreten durch Bürgermeister Werber Himmer und Landrat Johann Fleschhut. Himmer betonte, dass die Kommunalpolitik hinter dem Konzern stehe und die Investitionen in den Standort Marktoberdorf das Beste seien, was der Stadt und dem Landkreis passieren könne. AGCO-Präsident Richenhagen bedankte sich besonders bei der Belegschaft von Fendt, ohne deren Einsatz der Erfolg von AGCO nicht möglich wäre. Auch Dank Fendt habe sich der Umsatz des Konzerns in den letzten fünf Jahren verdoppelt, so Richenhagen und AGCO könne sich nun zu den größten Unternehmen in den USA zählen. Richenhagen ist zuversichtlich, dass sich die neue Endmontage durch ihren Erfolg innerhalb von zwei Jahren amortisiere. Die Segnung der neuen Fertigungshalle erfolgte durch Pfarrerin Antonia Renner und Pfarrer Wolfgang Schilling.

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