„Ambitioniertes" Projekt

Investor will Spittelmühle mit neuem Konzept wieder salonfähig machen

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Wenn der Stadtrat noch zustimmt, soll die Spittelmühle verkauft und ertüchtigt werden.

Kaufbeuren – Lange Zeit fristet die Spittelmühle ihr tristes Dasein. Doch jetzt könnte ihr neues Leben eingehaucht werden, denn sie soll verkauft und ertüchtigt werden. Das hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss vergangene Woche in nichtöffentliche Sitzung mehrheitlich beschlossen.

Eine entsprechende Empfehlung wurde an den Stadtrat gegeben. Dieser hat nun das letzte Wort in dieser Sache.

Geplant ist, das Gebäude zweiteilig zu nutzen. Neben Gewerbe und Gastronomie sollen auch Wohneinheiten entstehen. Der Gestaltungsbeirat hatte den Verkauf mit den vorgegebenen Rahmenbedingungen kritisch gesehen. Vor allem, das Projekt marktgängig zu entwickeln und langfristig stabile Nutzungsstrukturen zu etablieren. 

Dienstleistungsgewerbe und Gastronomie

Auf den sechs Etagen der Spittelmühle sollen im Erdgeschoss Dienstleistungsgewerbe und zehn Stellplätze entstehen. Im ersten Obergeschoss soll die Gastronomie sowie eine Terrassenanlage untergebracht werden. In den oberen Geschossen sind barrierefreie Wohnungen sowie diverse Penthouses/Lofts geplant.

Der Gestaltungsbeirat sieht die Spittelmühle als „prägnantes Volumen“ an dem für Kaufbeuren bedeutenden Verkehrsknotenpunkt am historischen Mühlbach. Zwar begrüßt das Gremium eine Erhaltung und Revitalisierung grundsätzlich, jedoch sei diese Entwicklung mit zahlreichen Schwierigkeiten wie der komplexen Erschließungssituation, dem Mangel an Parkraum, den Immissionen durch Straßenlärm und den großen Gebäudetiefen verbunden. „Diese Herausforderung im vorgestellten Projekt nachhaltig zu lösen und in ein langfristig tragfähiges Konzept einzubinden, erscheint ausgesprochen ambitioniert“, so das Fazit des Gestaltungsbeirates.

Der Weg ist frei

Ungeachtet dessen machte der Verwaltungs- und Finanzausschuss den Weg frei für einen Verkauf an den Kaufinteressenten. Wohl auch unter dem Aspekt, dass viele Versuche der Stadt, für das anspruchsvolle Objekt einen Käufer zu finden, der das Gebäude umbaut und eine für die Innenstadtentwicklung förderliche Nutzung findet, gescheitert sind. Problematisch waren vor allem die Größe des Objektes und die fehlenden Parkmöglichkeiten, die potentielle Käufer abschreckten.

Der Stadtrat muss nun die Empfehlung des Finanzausschusses prüfen und darüber entscheiden. 

kl

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