„Lotti“ kommt zurück an den „Oggi“

Irseer Gemeinderat einigt sich auf Kunstwerk am Oggenrieder Weiher

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Die eiserne Lotti des Irseer Metallbildhauer-Duo Peter Müller und Roman Reitzer hat den Zuschlag des Gemeinderates erhalten. Hier noch als Modell aus Pappe.

Irsee – Kennen Sie noch Lotti? Ja genau, die Schnappschildkröte die vor sieben Jahren am Oggenrieder Weiher ihr Unwesen getrieben haben soll. Jetzt ist sie zurück, zumindest als Kunstwerk. Darauf hat sich der Irsseer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung verständigt.

Es war der 8. August 2013, als im Oggenrieder Weiher vermutlich eine Schnappschildkröte einen acht jährigen Buben am Fuß verletzte. Seitdem geistert das Phantom- und Sommerloch-Ungeheuer weltweit durch die Medien, während Experten damals in Irsee fieberhaft aber vergeblich nach dem Reptil gesucht haben.

In der Zwischenzeit hat sich viel getan in Sachen Lotti. So gibt es ein Lied mit dem Titel „Lotti Lotti, kloine Matz“, eine eigene Seite auf Facebook und als Laugen-Schildkröte ist sie zum Bestandteil des Sortiments der Irseer Bäckerei Koneberg geworden.

Ein Denkmal gesetzt

Jetzt soll der Schildkröte ein bleibendes Denkmal gesetzt werden. Der Irseer Gemeinderat hat sich auf die Finanzierung eines „Lotti-Kunstwerkes“ geeinigt und diese auch beschlossen.

Auf die Ausschreibung des Marktes Irsee bewarben sich drei Künstler. Darunter sind der ortsansässige Künstler Klaus Walter mit einem Gussmodell aus Bronze, der Wolfratshausener Künstler Hamat Kimbarolu mit einem Entwurf aus Beton und das Irseer Metallbildhauer-Duo, Peter Müller und Roman Reitzer, mit einem Entwurf aus Metall (siehe Foto).

Die Kosten für das „Lotti-Kunstwerk“ lagen zwischen 28.000 und 35.000 Euro. Den Zuschlag vergab der Gemeinderat an die Metallbildhauer Peter Müller und Roman Reitzer die das Kunstwerk gemeinsam bis zum Herbst 2020 erstellen wollen.

Gegebenenfalls mit Inschriften

Nach Aussage des zweiten Bürgermeisters Bertram Sellner wird der Panzer aus Stahlplatten bestehen, die dann farblich variierten und gegebenenfalls auch mit Inschriften versehen werden könnten.

Über den Standort des Kunstwerkes, ob im Wasser oder im Randbereich, gab es eine längere Diskussion im Gremium. Ganz wie bei der echten Schnappschildkröte könnte demnach, je nach Standort, auch vom eisernen Double (Metalllotti) eine „Verletzungsgefahr“ ausgehen. Die letztendliche Position wird daher der Gemeinderat dann bei einem Ortstermin am Weiher festlegen.

Somit wird Lotti als Kunstwerk an den Oggenrieder Weiher zurückkehren und an den Mythos der Augusttage im Jahre 2013 erinnern.

Jürgen Wischhöfer

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