ISEK nimmt konkrete Formen an

Von der Kaufbeurener Straße (B12) kommend durchfahren unzumutbar viele Lkw die Schwaben- und die Moosstraße. Franz Barnsteiner befürchtet, dass sich die Lage durch den 2-Schichtbetrieb bei Fendt noch verschlimmern werde. Foto: Bauer

Nachdem nun die ISEK-Feinuntersuchungen abgeschlossen sind und die Förderanträge der Regierung von Schwaben vorgelegt werden können, ging es jetzt im Stadtentwicklungsausschuss um die weitere Vorgehensweise, insbesondere um das Voranbringen der beschlossenen Impulsprojekte. Im Mittelpunkt standen dabei das Thema „Wohnen“, die Entwicklung von „Landschaft und Grün“ sowie erste Maßnahmen gegen den zunehmenden Verkehrslärm.

Bereits am 16. April dieses Jahres wurde ein Maßnahmenkatalog auf der Basis der am 12. Februar beschlossenen ISEK-Impulsprojekte verabschiedet. Die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses bot der Stadtverwaltung Gelegenheit, ein Zwischen- resümee zu ziehen und Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise einzufordern. Mit der Entscheidung pro Kinderhaus, der Vorlage eines Sanierungskonzeptes für das Quartier Poststraße und den Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt hatte die Stadt erste Pflöcke eingeschlagen. Mit Blick auf die weitere Ausformung des Leitzieles „Wohnen/Soziales/Wirtschaft“ einigte sich der Stadtrat, das Würzburger Planungsbüro Schimer mit der Erarbeitung eines kommunalen Förderprogramms samt zugehörigem Flyer zu beauftragen. Während für die Konzeptentwicklung zum Thema Senioren noch keine konkreten Vorstellungen existierten, gab es für die Schaffung von Wohnraum erste Ansätze. So zeichnete sich nach einer Äußerung von Bürgermeister Werner Himmer eine Erschließung des Baugebietes Gwend Süd ab, im Bereich der Innenstadt, da war man sich im Ausschuss einig, bedarf es noch belastbarer Aussagen zum Bedarf. Wie so häufig orientiert sich dieser auch an den zu erwartenden Kosten. Rathauschef Himmer regte deshalb an, zweigleisig zu fahren und sowohl ein geeignetes Grundstück zu identifizieren, als auch vorhandenes Zahlenmaterial aus dem Landratsamt anzuzapfen. Beim Leitziel „Landschaft und Grün“ sollen öffentliche Stellplätze Zug um Zug mit Wasser durchlässigen Belägen gepflastert- und mit Bäumen (je fünf Parkplätze ein Baum) versehen werden. Schwieriger stellte sich in diesem Zusammenhang die Schaffung der beschlossenen Landschaftsachsen dar. Nach Meinung der Stadtverwaltung sei die Weiterführung der Achse Lindenalle – Zentrum – Weibletshofen nicht einfach zu realisieren, es wurde in diesem Zusammenhang auch vorgeschlagen, den Verlauf des Jakobsweges auf diese Trasse zu legen. Dass etwas gegen die Zunahme des innerörtlichen Schwerverkehrs getan werden müsse, darüber war man sich im Ausschuss einig. Der durch die Verwaltung vorgeschlagene Weg, Fahrverbote für alle Innenstadtstraßen und Nachtfahrverbote auf der Füssener-, der Eberle und der Kaufbeurer Straße zu verfügen, war im Hinblick auf die praktische und rechtliche Realisierbarkeit nicht ganz unumstritten. Verkehrsreferent Franz Barnsteiner (FW) forderte hier jedoch, besonders mit Blick auf die Schwaben- und Moosstraße, dringend schnelle Maßnahmen und wies auf die durch Verkehrsprognosen gestützte weitere Zunahme des Lkw-Verkehrs hin. Die Erlaubnis, auch Bundesstraßen mit in derartige verkehrsbegrenzende Maßnahmen einbeziehen zu können liege jetzt vor, erklärte der Marktoberdorfer Stadtbaumeister und wies darauf hin, dass die Gewerbegebiete trotzdem in der Nacht anfahrbar seien. Mehrheitlich sprach sich der Marktoberdorfer Ausschuss schließlich für die vorgeschlagenen, den Verkehrslärm reduzierenden, Maßnahmen aus. kpb

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