1. Vorsitzender der Jägervereinigung Marktoberdorf gibt Amt an Peter Keßler ab

Jäger sind heute deutlich jünger

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Alois Altmann (3. v. li.) gratulierte dem neuen Vorstand der Jägervereinigung Marktoberdorf. 1. Vorsitzender ist seit vergangener Woche Peter Keßler (re.), mit dabei sind außerdem sein Stellvertreter Werner Schneider (3. v. re.), Schatzmeisterin Gertrud Kurfürst-Koch (li.), zudem Dr. Stephan Bea (2. v. li.), Martin Eberle (4. v. li.), Paula Wölfle (Mitte), Michael Schindele (4. v. re.) und Max-Josef Schwarzer.

Marktoberdorf – Die jüngste Hauptversammlung der Jägervereinigung Marktoberdorf stand ganz im Zeichen der Veränderung.

Offiziell verabschiedet wurde einmal – nach 24 Jahren im Amt – der bisherige 1. Vorsitzende Alois Altmann. Er übergab die Führung der fünf Hegegemeinschaften und der Hochwild-Hegegemeinschaft Kempter Wald an seinen neu gewählten Nachfolger Peter Keßler. Zum anderen, so Kassenprüfer Dr. Stephan Bea, interessieren sich immer mehr jüngere und auch weibliche Ostallgäuer für eine Mitgliedschaft in der Vereinigung.

„Es wird sicher schwer, in seine Fußstapfen zu treten“, mit diesen Worten würdigte Keßler nach den Neuwahlen des Vorstandes die Verdienste seines Vorgängers Altmann. Er wolle, neben der internen Arbeit in der Vereinigung, ganz im Sinne Altmanns den Fokus auch zukünftig auf „ein gutes Verhältnis mit Walbesitzern, Förstern, Landwirten und Waldnutzern legen“. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für die Wahl. Als Keßlers Stellvertreter bestimmte die Versammlung Werner Schneider.

Altmann blickt zurück

Altmann selbst blickte in einer kurzen Rede auf seine Zeit als Vorsitzender zurück und erinnerte an Themen, die die Jäger wohl auch künftig beschäftigen werden: Waffenrecht, der Umgang mit dem geschützten und sich stetig vermehrenden Biber und das Ringen um niedrige Abschussvorgaben. Auch die Jugendarbeit und die damit verbundene Aufklärung der nachfolgenden Generation rund um Natur und Naturschutz, unter anderem mit dem „Wildmobil“ oder der Aktion „Kids for Kitz“ war ihm ein wichtiges Anliegen. Die vergangenen Jahre seien eine erfolgreiche Zeit gewesen: seit 2001 sei die Mitgliederzahl der Jägervereinigung Marktoberdorf um fast 50 Prozent auf mittlerweile 225 angewachsen. „Die Jäger im Ostallgäu werden mehr – aber rein statistisch gesehen auch jünger, weiblicher und reicher“, bestätigte mit einem Augenzwinkern auch Kassenprüfer Dr. Stephan Bea. Zwar ist der Kassenstand des Vereins überschaubar, konnte aber im Vergleich zum vergangenen Jahr ein kleines Plus verzeichnen. Gelebt wird in der Jägervereinigung aber ohnehin mehr vom Engagement der Mitglieder, unter denen sich gemäß Statistik eben auch immer mehr Frauen befinden. So gab es 2001 nur zwei weibliche Mitglieder, im Jahr 2015 waren es schon neun.

Was sich sonst in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten so getan hat in der Jägervereinigung Marktoberdorf und warum er auch nach dem offiziellen Ausscheiden als Vorsitzender seine Tätigkeit in der Jägervereinigung nicht an den Nagel hängen wird, das berichtet Altmann in einer der kommenden Ausgaben des Kreisbote.

Von Michaela Frisch

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