44 Jahre Dienstzeit

„Das Besondere in meinen 15 Jahren Dienstzeit war wohl die 25-Jahrsfeier der Pfarrei St. Peter und Paul. Es ist die jüngste Pfarrei in Kaufbeuren, sie ist 1978 gebaut worden. 2003 haben wir damals mit Bischof Viktor Josef gefeiert“, erinnert sich Günther Rehle. Auch eine Drillingstaufe war etwas Einzigartiges, was der Pfarrer in seiner Dienstzeit erlebt hat.

„Ich bin schon immer gern in die Kirche gegangen. Mir hat es dort gut gefallen, ich habe dort gern gesungen – ich kann alle Kirchenlieder auswendig. In unserer Familie war es normal in die Kirche zu gehen. Ich habe nie einen Sonntag gefehlt, außer ich war krank“, erklärt Günther Rehle wie der Glaube in seinem Leben gewachsen ist, den er dann zur Berufung machte. 1966 war Günther Rehle mit seinem Studium fertig und begann seinen geistlichen Dienst. Dabei war es gerade nach seiner Studienzeit die Bestrebung, wieder ins heimatliche Gefilde zu kommen.„Ich war vor St. Peter und Paul in Ruderatshofen und in Irsee Pfarrer. Vor 15 Jahren war in Kaufbeuren eine Stelle frei und ich habe mich beworben. Ich wollte von Kauf- beuren nicht weit weg gehen“, so der ruhige Pfarrer. „Als ich hier angefangen habe, hatte ich den Vorteil, viele Personen schon zu kennen. Es war damals eine neue Pfarrei, wo die Leute etwas miteinander aufgebaut haben. Es war immer ein lockeres Miteinander und ich war nie der strenge Pfarrer. Offen miteinander umzugehen war mir wichtig“, so der 69-Jährige. Im Jahre 1999 erweiterte sich sein Aufgabengebiet und Günther Rehle bekam die Gemeinde Heilige Familie mit dazu. „Lasst Euch nicht unterkriegen“, das ist das, was Rehle aus seinem Glauben und der Bibel zieht. „Bei allen Krisen und Problemen darf man sich nicht entmutigen lassen. Ich bin Gott sei Dank einer, der sich nicht leicht entmutigen lässt“, erzählt der Pfarrer. Sein Glaube und seine ruhige Art gab auch vielen Menschen bei Seelsorgergesprächen Mut. Besonders wichtig war ihm die Ökumene. Gerade in der Pfarrei St. Peter und Paul und der Gemeinde Heilige Familie war die Beziehung zwischen Katholiken und Evangelen sehr gut, so Rehle. Auf den neuen Lebensabschnitt freut sich der gelassene Pfarrer, vor allem, weil der ohne Bürokratie beginnen wird. „Ich freue mich auch mehr Zeit zu haben, ich mache mit meinen Zusatzämtern weiter und werde auch den Gesangverein weiter führen und weiterhin aktiv am kirchlichen Geschehen teilnehmen“, erzählt Rehle. Die Verabschiedung von Günther Rehle findet am Freitag, den 30. Juli, in der Pfarrei St. Peter und Paul und am Samstag, 31. Juli, in der Gemeinde Heilige Familie statt. Die Verabschiedung beginnt jeweils um 19.30 Uhr. Nach seinem Umzug in eine Privatwohnung hält Günther Rehle am Sonntag den 29. August seinen letzten Gottesdienst. ak

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Betrüger auf frischer Tat festgenommen
Betrüger auf frischer Tat festgenommen
Der Kreisbote verlost!
Der Kreisbote verlost!
Drohnen: Eine Chance für Kaufbeuren?
Drohnen: Eine Chance für Kaufbeuren?

Kommentare