Echtes Kaufbeurer Gewächs feiert Jubiläum

100 Jahre Markthaler Stahlbau

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Mit einer Geburtstagstorte überraschte die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren: Johannes Markthaler jun. (v. li.), Firmenkunden-Vertriebsleiter Hubert Weikmann, Vorstandsvorsitzender Franz Endhardt und Johannes Markthaler sen.

Kaufbeuren – Sein 100-jähriges Jubiläum feierte das Familienunternehmen Markthaler vergangene Woche mit einer großen Feier in der eigenen Fertigungshalle Im Hart.

„Wir antworten in Stahl – Seit 1919“. So lautet das Firmenmotto der Markthaler GmbH + Co. KG. Vor 100 Jahren wurde der Spezialist für Stahlbau und Krananlagen in Kaufbeuren gegründet. Dieses Jubiläum war Anlass für eine große Firmenfeier mit den rund 25 Mitarbeitern und deren Familien, sowie 400 geladenen Gästen aus der Wirtschaft. Auch der äußere Rahmen war imposant. In der 100 Meter langen Werkshalle auf dem Firmengelände Im Hart war in der oberen Hälfte für die Gäste gedeckt und eine Bühne errichtet worden. Zuvor galt es allerdings für die Gäste sich in einer langen Schlange anzustellen, denn jeder Besucher wurde von Johannes Markthaler Senior und Johannes Markthaler Junior mit Handschlag begrüßt und viele Gäste hatten Geschenke, Überraschungspräsente und kleine Anekdoten mitgebracht. Währenddessen unterhielten „Die fürchterlichen Vier“ aus Marktoberdorf-Thalhofen die eingetroffenen Gäste mit flotter Blasmusik.

Zu Beginn der Feier zeigten die Firmenchefs einen Imagefilm über das Unternehmen und stellten alle Mitarbeiter aus Konstruktion, Produktion und Montage namentlich vor. Geschäftsführer Johannes Markthaler jun.: „Ich bin stolz auf jeden Einzelnen“. Anschließend gaben die beiden Geschäftsführer des mittelständischen Familienunternehmens wechselweise einen geschichtlichen Rückblick über die Entstehung des Unternehmens und über die bisher insgesamt vier Standorte.

Gegründet wurde das Unternehmen von Johann Georg Markthaler und seiner Frau Auguste im Hof der Engel-Brauerei in der Schmiedgasse 3 als Reparaturdienst und handelte mit Transmissionsteilen. Später kam Kfz-Reparatur dazu und man baute Anlagen. Dabei wurden erste Patente entwickelt, unter anderem ein Hochdruckzerstäuber für die Garnherstellung. Als familiäres Glanzlicht galten laut Markthaler sen. damals die Familienausflüge mit dem Elektrokarren von Kaufbeuren zum Elbsee und zurück. Nach dem Umzug in die Kemptener Straße 50 übernahm Georg Markthaler die Geschäftsleitung und entwickelte das neue Geschäftsfeld Dosentransportanlagen. Der Stahlbau wurde damals noch auf dem Firmenhof gebaut.

Mit der Errichtung neuer Fertigungs- und Verwaltungsgebäude in der Kemptener Straße 54 entwickelte sich der Stahlbau als Schwerpunkt bei Markthaler in der 35 Meter langen Halle. Einige Exponate aus dieser Zeit sind die Befeuerungsbrücke über der Buchleuthe am Aktienberg und die Brücke an der Wertachschleife.

„Im Jahre 2000 ergab sich für das Familienunternehmen ein Quantensprung“, so Markthaler jun. Denn mit dem Beginn der Betriebsverlagerung ins Hart 3 erweiterte man die Fertigung mit der Errichtung einer neuen Fertigungshalle von 350 auf 3.200 Quadratmetern. Mit dem Bezug des neuen Bürogebäudes wurde 2007 die Betriebsverlagerung abgeschlossen. Und 2019 feiere man nun 100 Jahre Markthaler. Mit langanhaltendem Beifall bekundeten die Anwesenden ihren Respekt vor der Unternehmensleistung.

Im Namen der Belegschaft bedankte sich Florian Weinbrenner mit einigen Kollegen bei den Unternehmensführern mit einen „Geburtstagskuchen“ und liebevoll zusammengestellten Bilderchroniken über die vier Standorte. Auch Almeda Markthaler, die Frau von Markthaler sen., wurde mit einem Marillenlikör bedacht.

Anschließend wurde durch „Mäser’s Ess Klasse“ das Essen aufgetragen und bei Essen und Musik brach die Zeit für Erinnerungen, Anekdoten und lange Gespräche an.

von Wolfgang Krusche

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