20 Jahre Modfestivals

Jedes Jahr zu Pfingsten verwandelt sich das Allgäu in einen „Treffpunkt der weltweiten Chorszene“. Aus allen Ländern pilgern dann zahlreiche Musiker nach Marktoberdorf, um bei den Modfestivals gegeneinander anzutreten. „Musica Sacra International“ und der „Internationale Kammerchor-Wettbewerb“ lockt jährlich neben fantastischen Chören und Musikern viele tausende Besucher ins Allgäu. Grund genug, um nach 20 Jahren ein Resumeé zu ziehen und über die Zukunft der beliebten Modfestivals zu sprechen. Dazu trafen sich vergangenen Freitag die Verantwortlichen der Marktoberdorfer Musikfestivals und die örtliche Politik zum Parlamentarischen Abend in der Musikakademie.

Der Festivaldirektor Dolf Rabus hieß seine Gäste herzlich willkommen und blickte auf die vergangenen Jahre der erfolgreichen Events zurück: „Rund 100000 Allgäuer konnten unsere musikalischen Gäste in Konzerten, in Gottesdiensten und im Festivalzelt erleben“. Seit 1989 gibt es den „Internationalen Kammerchor-Wettbewerb“, der sich alle zwei Jahre wiederholt. „Es ist ein Wettbewerb auf höchstem Niveau und ein einmaliges Event im Allgäu, nein, in ganz Deutschland“, erzählt Rabus. Von fünf Kontinenten kommen die Teilnehmer nach Marktoberdorf. Ziel ist neben der musikalischen Weiterbildung und künstlerischen Leistung, vor allem die freundschaftliche Begegnung der Menschen. So zeigen internationale Chöre in spannenden Konzerten vor einer siebenköpfigen, internationalen Jury und dem Publikum ihr Können. Sie geben den Besuchern und den anderen Teilnehmern Einblicke in ihre Kulturen. Für die Initiatoren des Festivals ist es wichtig, dass das musikalische Event für alle Besucher nicht nur ein einzigartiges Erlebnis, sondern auch bezahlbar ist. „Die Menschen hier sollen etwas von der Musik haben“, so Rabus. Das andere beliebte Festival ist „Musica Sacra International“: „Er bringt die Musik der fünf großen Weltregionen ins Allgäu“. So auch dieses Jahr. In vielen Städten rund um Marktoberdorf finden vom 21. bis 26. Mai zahlreiche außergewöhnliche Konzerte statt. „Musica Sacra möchte Verständnis für Menschen anderer Herkunft und damit eine Voraussetzung für den Frieden schaffen.“ Auch Landrat Johann Fleschhut freut sich auf die renommierte Veranstaltung: „Musica Sacra ist ein Treffpunkt der Weltregionen auf höchsten Niveau. Es ist ein Bindeglied in die Welt hinaus. Mir gefällt es sehr gut.“ Für viele Teilnehmer der Modfestivals bedeuteten die ersten Konzerte im Allgäu der Beginn einer Karriere. Dementsprechend fiel auch die Umfrage unter internationalen Musikkennern zu den Marktoberdorfer Festivals aus. „Der internationale Kammerchor-Wettbewerb und Musica Sacra International sind Institutionen, die Marktoberdorf einen Platz auf der Weltkarte der Chormusik gegeben haben“ – ist nur eines der positiven Kommentare.

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