50 Jahre Pfarrei "Heilige Familie" – Großer Festgottesdienst

Eine Heimstadt im Glauben

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Stadtpfarrer Bernhard Waltner feierte mit den zahlreich erschienenen Gläubigen in einem festlichen Gottesdienst das 50-jährige Bestehen der Pfarrei „Heilige Familie“.

Kaufbeuren – Mit einem festlich gestalteten Gottesdienst, in dessen Verlauf ein eigens für diesen Festakt komponiertes Stück seine Uraufführung erfuhr, feierte die Pfarrei „Heilige Familie“ vergangene Woche ihr 50-jähriges Bestehen.

In der nahezu voll besetzten Kirche zelebrierte Stadtpfarrer Bernhard Waltner, im Beisein zahlreicher Ehrengäste, darunter auch Geistliche früherer Tage, die Festpredigt. Mit Sicherheit ein besonderes Erlebnis, die vom Kirchenchor gebotene „Spatzenmesse“ von W.A. Mozart und das schon Eingangs erwähnte „Halleluja“ von Mimi Gnedel-Hahn, das sie für Bläser, Orgel und Chor für dieses Jubiläum komponiert hatte. Eine Reminiszenz an die Pfarrei. Mit einer Tonfolge, wie Stadtpfarrer Waltner einleitend erklärte, die ins Jahr 1967 – der Kircheneinweihung – führte und dann bis zur Tonfolge des Jahres 2017 reichte. Ein eindrucksvolles Werk, das schließlich in ein festlich-feierliches Halleluja einmündete.

Als „lebendige Steine“ hatte Stadtpfarrer Waltner all die Personen bezeichnet, die in den zurückliegenden Jahrzehnten die Pfarrei aufgebaut und ihr Herzblut dabei investiert haben. „Hohe Wertschätzung was da so alles geschaffen und gestaltet wurde“, so der Geistliche. Viele als Haupt- oder Ehrenamtliche hätten hier Großes geleistet und sich zum Segen der Gemeinde als „lebendige Steine“ eingebracht. Sehr schön, dass einige Gemeindemitglieder, die von Anfang an dabei waren, auch heute noch in „ihrer Pfarrei“ aktiv dabei sind.

Wie die Gemeinde der „Heiligen Familie“ untereinander innigst verbunden ist, zeigte sich in den Worten einiger Gemeindemitglieder. Sie waren dazu aufgerufen, mit ihren Formulierungen das Schöne und Einmalige „ihrer Pfarrei“ hervorzuheben. Als geistige Heimat und einen Hort tiefster Verbundenheit mit Gott, wurde unter anderen die Gemeinschaft bezeichnet und gepriesen. An viele schöne, aber auch traurige Momente erinnerte sich die Leiterin des Kindergartens der Pfarrei. Während ein Ministrant, der in diesem Jahr erst eingeführt wurde, sich auf seine kommenden Aufgaben in seiner Kirchengemeinde freut.

Verbundenheit und Zusammenhalt sind wichtige Eckpfeiler einer Glaubensgemeinschaft. In der Pfarrei „Heilige Familie“ ist dies überall sichtbar und zu spüren. Und so waren alle Anwesenden hoch erfreut und dankbar, dass eine ganze Reihe Geistlicher aus zurückliegenden Zeiten sich auf den Weg begeben hatten, um an „alter“ Wirkungsstätte mitzufeiern. So waren die ehemaligen Pfarrer Gerhard Lederle, Günther Rehle und Sebastian Kandeth, außerdem Kaplan Tobias Wolf, Pater Prakash Joseph und Diakon Herbert Patrzek während der Feierstunde anwesend.

Fünfzig Jahre „Heilige Familie“ verdienten auch, wie Stadtpfarrer Waltner betonte, „einen dankbaren Blick zurück in die Geschichte“. Im April 1965 Beginn der Bauarbeiten und schließlich am 3. September 1967 die feierliche Einweihung des neuen Gotteshauses – fortan „Heimstatt“ der Pfarrei „Heilige Familie“. Schritt für Schritt ging es in den folgenden Jahren weiter: 1969 und 1998 Glockenweihe, 1986 Orgelweihe und 1989 Vollendung der Kreuzwegstationen. „Dazwischen lagen Freud` und Leid, Hoffnung und Glaube sowie Stärke und Kraft eng beieinander“. Und so lenkte Stadtpfarrer Waltner zum Abschluss seiner Predigt den Blick nach vorne in eine hoffnungsvolle Zukunft: „Denn Gott wirkt mit all seiner Kraft und Herrlichkeit immer wieder aufs Neue und lässt uns voller Zuversicht nach vorne schauen“.

Im Anschluss hatte die Pfarrei ihre Gemeindemitglieder und Gäste in den Pfarrsaal zu einem Stehempfang eingeladen. Hier konnte man dann immer wieder die eine oder andere Geschichte und Anekdote aus all den zurückliegenden Jahrzehnten hören. Neben Kirche und Glauben wurde schon immer viel für Begegnungen und zwischenmenschliche Beziehungen getan. Gerade das Miteinander von Jung und Alt ist nicht zu übersehen. Ein wichtiger Punkt, warum die Pfarrei „Heilige Familie“ für viele Gläubige eine regelrechte Heimstatt im Glauben geworden ist.

Von Klaus Dieter Körber

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