2016 – ein ruhiges Jahr

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Im Rahmen der 146. Jahreshaupt- und Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberbeuren konnte eine ganze Reihe verdienter Feuerwehrleute geehrt und zweien zur Beförderung gratuliert werden.

Kaufbeuren-Oberbeuren – Für die Oberbeurer Wehr endete ein verhältnismäßig ruhiges Jahr mit weniger Einsätzen als 2015 – dennoch konnte von zahlreichen Aktivitäten berichtet werden. Zur 146. Jahreshauptversammlung konnte 1. Vorsitzender Michael Waldner neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern auch 3. Bürgermeister Ernst Holy, Bruno Dangel von der Stadtverwaltung, sowie Vertreter vom Feuerwehrverband Kaufbeuren und vom Feuerwehr-Museumsverein begrüßen.

Nach einem stillen Gedenken an die verstorbenen Kameraden folgten die Berichte des Fähnrichs und der Kinderfeuerwehr. Dabei konnte deren Leiter Jonas Köster von einer „echten Begeisterung“ in seiner „jungen Mannschaft“ berichten, die sich im April 2016 zur ersten Gruppenstunde getroffen hatte. Zur Zeit sind es 25 Kinder, die von ihm und weiteren acht Mitstreitern betreut werden.

Vorsitzender Michael Waldner ging in seinem Jahresrückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten im zurückliegenden Jahr näher ein. So wurde unter anderem die Floriansmesse in Thalhofen besucht, ein Familientag im Feuerwehrhaus veranstaltet, die Kinderfeuerwehr-Gruppe gegründet und ein Pokalkegeln ausgetragen. Ansonsten sei 2016 glücklicherweise ein normales Vereinsjahr gewesen. In insgesamt neun Vorstandssitzungen habe man sich über die Belange des Vereins eingesetzt und für entsprechende Aktivitäten gesorgt. Zur Zeit zähle der Verein 149 Mitglieder. Schatzmeister Werner Hämmerle konnte anschließend von einer soliden Finanzlage berichten. Ihm wurde daraufhin eine geordnete und korrekte Kassenführung bescheinigt.

Kommandant Stefan Waldner folgte mit seinem Jahresbericht und betonte, dass man bei 13 Einsätzen und 265 Einsatzstunden von einem ruhigen Jahr sprechen könne. Zur Zeit betrage die Mannschaftsstärke 43 Dienstleistende – er begrüßte bei dieser Gelegenheit drei neue Mitglieder als Quereinsteiger: Markus Chmiel und die beiden Frauen Carolin Brem und Anja Kleinheinz. Insgesamt 21 Übungen und Unterrichtseinheiten wurden durchgeführt. Zusätzlich, so Waldner, zwölf Funk- und Fahrübungen, sowie weitere Schwerpunktübungen und Lehrgänge. Zwei Gruppen legten erfolgreich die Leistungsprüfung ab.

In seiner kurzen Rede überbrachte Stadtbrandinspektor Wolfgang Zwinger Grußworte des Feuerwehrverbandes Kaufbeuren und lobte die stets gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Werner Schliekmann gab einen Sachstandsbericht zum neuen Feuerwehrmuseum und lud die Anwesenden zur gelegentlichen Mitarbeit ein.

Eine besondere Ehrung erfuhr Georg Thalmair. In seiner Laudatio erinnerte Josef Waldner an die vielen Einsätze in vorderster Front, Leistungsprüfungen, Lehrgänge und Ausbildungen, die Georg Thalmair während seiner 40-jährigen Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Oberbeuren ehrenamtlich geleistet habe. Zusammen mit 3. Bürgermeister Ernst Holy überreichte er dem Jubilar das Goldene Ehrenkreuz. In diesem Zusammenhang würdigte Holy das Engagement aller ehrenamtlich Tätigen, „ohne deren selbstlosen Einsatz unser normales öffentliches Leben gar nicht möglich wäre“.

Für zehnjährige Zugehörigkeit wurden des Weiteren Robert Königsperger und Sebastian Kuhbald und für 20 Jahre Daniel Schneider geehrt. Weitere Ehrungen gab es für Norbert Königsperger, Philipp Negele, Siegfr. Schmalholz und Lorenz Schöpf. Zum Feuerwehrmann wurde Maximilian Weser und zu Löschmeistern Frederik Göhner und Stefan Kleinheinz befördert. Für den Vorsitzenden und den Kommandanten gab es neben viel Lob für deren Arbeit noch jeweils einen Präsentkorb als Dank und Anerkennung. Nachdem der bisherige Stellvertretende Kommandant Wolfgang Schick nach zwölf Jahren sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde er mit viel Applaus und Dankesworten verabschiedet. Als Nachfolger wurde Frederik Göhner gewählt.

Kurz bevor es zum gemütlichen Teil übergehen sollte, gab es plötzlich Alarm für einen Einsatz. Stadtbrandinspektor Wolfgang Zwinger musste daraufhin eiligst zusammen mit seiner Begleitung den Versammlungsort verlassen, wobei den Männern zugesichert wurde, dass man vom Schnitzel etwas übrig lassen werde.

von Klaus-Dieter Körber

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