Jahreszuschuss von 75.000 Euro an das Künstlerhaus Marktoberdorf wird weitergeführt – Zudem Unterhalt

Stadt steht zum Künstlerhaus

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Das Künstlerhaus Marktoberdorf ist eine kulturelle Plattform für die gesamte Region.

Marktoberdorf – Ein Bekenntnis zum Künstlerhaus, das sich einen Namen als Museum für zeitgenössische Kunst erworben hat, haben nun die Stadträte im Finanzausschuss abgelegt. Der Jahreszuschuss von 75.000 Euro, der bisher gewährt wurde, wird auch in den Jahren 2018 bis 2022 so ausbezahlt. Dazu kommt noch der Unterhalt, zu dem die Stadt verpflichtet ist und der laut Kämmerer Wolfgang Guggenmos jährlich 45.000 Euro ausmacht.

Das Künstlerhaus Marktoberdorf ist eine kulturelle Plattform für die gesamte Region. Es wurde 2001 in Marktoberdorf eröffnet. Es ist vor allem der zeitgenössischen Kunst gewidmet. Keinesfalls sei es mit einer Galerie oder mit einem Kunsthandel zu vergleichen, verdeutlichte Rupert Filser vom Haupt- und Kulturamt vor den Stadträten im Finanzausschuss.

Das Künstlerhaus sei eine Institution, „die weit über Markt­oberdorf ausstrahlt“, führte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell in die Diskussion ein. Rupert Filser, Chef der Hauptverwaltung, verwies auf eine Vereinbarung zwischen Stadt und Stiftung, die vor zehn Jahren geschlossen wurde und die heuer zum Jahresende ausläuft.

Darin war zum einen geregelt, dass die Stadt die Verpflichtung zum Unterhalt der zwei Gebäude hat, die sich an der Kemptener Straße ganz in der Nähe des Rathauses befinden. Gemeint sind das Dr.-Geiger-Haus und das Franz-Schmid-Haus, das nach dem ehemaligen Bürgermeister und bekannten Gönner der Kunst benannt ist.

Hauptzweck für die Leistung der Stadt an die Stiftung sei die „künstlerische Förderung“, fügte Filser hinzu. Mit dem Jahreszuschuss in Höhe von 75.000 Euro wolle man Planungssicherheit für Aktivitäten ermöglichen.

Stimmen aus dem Stadtrat

Erich Nieberle (SPD) vertrat im Finanzausschuss die Meinung, die Stadt solle sich zum „Kultur- und Bildungsprofil“ bekennen. Der bisher eingeschlagene Weg solle nicht verlassen werden. Auch Peter Grotz (Freie Wähler) plädierte dafür, die „gute Lösung“ weiterzuführen. Vom „Profil als Kulturstadt“, das sich auch im Künstlerhaus ausdrücke, sprach auch Werner Moll (Stadtteile aktiv). Christan Vávra bescheinigte dem Künstlerhaus „Renommee“. Eine Kürzung der jährlichen Leistung würde sich sofort in der Quantität und Qualität des Ausstellungsbetriebes niederschlagen.

Peter Fendt von der Bayernpartei fragte nach, ob die Stadt denn Einblick habe, wie die 75.000 Euro in der Stiftung verwendet werden. Wenn es zu einem Überschuss käme, könne man den Zuschuss durchaus kürzen, bekundete Fendt.

Rupert Filser vom Haupt- und Kulturamt erklärte dazu, für die Stadt seien der Bürgermeister, dessen Vertreter und er im Stiftungsrat vertreten. Von daher sei Transparenz gegeben. Das Geld der Stadt werde in den Betrieb eingebracht, zum Beispiel für Ausstellungen. Auch seien die Erträge der Stiftung groß genug, „um nicht an das Vermögen ranzugehen“, ergänzte Filser.

jj

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