Alles im Zeitplan

Jakob-Brucker-Gymnasium: Baustelle geht voran

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JBG-Baustelle: Arbeiter beim Verdichten des gerade gegossenen Betons.

Kaufbeuren – Nach einer kurzen Unterbrechung am Jahresbeginn laufen die Arbeiten am Jakob-Brucker-Gymnasium wieder auf Hochtouren. Dass die dort eingesetzten Bauarbeiter sich auch von widrigen Wetterumständen nicht abhalten lassen, davon konnten sich Medienvertreter im Rahmen eines Baustellenrundgangs am Dienstag überzeugen.

Die Stadt als Bauträger hatte dazu eingeladen und informierte über den aktuellen Stand der Arbeiten. „Es ist alles im Plan“, sagte Baureferent Helge Carl, „und nach Ostern feiern wir das Richtfest.“ Auch wenn noch fast drei Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung vergehen werden, freut sich Schulleiter Christoph Walter „über jeden Tag, an dem gebaut wird“.

Bei nicht gerade milden Temperaturen peitschte der Regen einer Gewitterfront im noch völlig offenen ersten Stockwerk über den Rohbau am Jakob-Brucker-Gymnasium am vergangenen Dienstag hinweg. Dennoch zeigten sich die Teams des Bauunternehmens Filgis aus Altusried bei ihren Schal- und Betonarbeiten davon unberührt. „Die Leistung der Handwerker ist beeindruckend“, lobte Carl, der in Begleitung von Dorothea Rutte als Projektleiterin Hochbau seitens der Stadt anwesend war. Noch sei zwar alles im Plan, allerdings könne ein im Bausinne ungünstig verlaufender Winter die zeitlichen Abläufe noch beeinflussen.

Im Vergleich zum Eisstadion ist nach den Worten des Baureferenten das gesamte Bauvorhaben mit Neubau und Sanierung im Bestand bei laufendem Schulbetrieb an Komplexität kaum zu überbieten. Die hohe Anzahl der Nutzer auf dem Gelände und eine Bauzeit bis mindestens 2020 beinhalte auch Gefahren, denen man sich stellen müsse. Die Entscheidung, sowohl den Bestand mit Sanierung zu erhalten und mit dem Neubau eines Fachklassentraktes zu ergänzen, habe durch die letztjährige G-9-Entscheidung der Staatsregierung zusätzlich für Umplanungen gesorgt. Nun entstehe ein „Energie-Plus Haus“ nach neuesten Standards als „Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über die Stadt hinaus“. Der Fachtrakt soll Ende des Jahres fertiggestellt sein.

Konzept bietet Vorteile

Für Schulleiter Christoph Walter bietet die jetzige Lösung viele Vorteile. „Einerseits konnten die großzügigen Flächen im bisherigen sogenannten Neubau erhalten werden, andererseits zentralisieren wir jetzt im Fachtrakt die gesamten Fächer der Naturwissenschaft“, sagte er. Darin enthalten ist auch ein Schülerlabor für alle Fachschaften – ein Herzenswunsch des Lehrpersonals. Außerdem werden die rund 100 Meter weit auseinander liegenden Bestandsgebäude sowohl erdgeschossseitig als auch mit Brücken im ersten Stock verbunden. Die digitale Ausstattung werde „zukunftsorientiert“ und eine besondere Freude sei, dass im Untergeschoss des bestehenden Neubaus drei Räume für die Musik- und Theaterklassen entstehen.

Geschäftsführer Markus Merz vom Bauleitbüro mse, welches mit der Objektüberwachung beauftragt ist, erläuterte zusammen mit Armin Fohry und Regina Steck während des Rundgangs Besonderheiten des barrierefreien Fachtraktes. „Die Organisation gestaltete sich nicht einfach“, sagte Merz. Vor Baubeginn musste der Weg zur Sporthalle aus versicherungsrechtlichen Gründen innerhalb des Schulgeländes neu geregelt werden. Die Anfahrt zur Baustelle selbst wurde durch ein unterirdisches nicht befahrbares Regenrückhaltebecken erschwert.

Die energetische Versorgung des Gebäudes erfolgt zum einen durch Fotovoltaikanlagen auf zwei Gebäuden und mittels Geothermie für die Heizung, welche als Flächenheizung in Fußboden und Raumdecke installiert ist. Diese Flächen sorgen im Winter für ein homogenes Wärmebild und im Sommer für Kühlung. Aus dem Passivhausbereich wird aufgrund der Gebäudeabdichtung eine CO2-gesteuerte Lüftungsanlage übernommen, welche zudem auf Über- und Unterdruck reagiert.

von Wolfgang Becker

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