Feierliche Einweihung des „Technikums“ am Jakob-Brucker-Gymnasium

Raum zur Entfaltung

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Ein Ausrufezeichen setzten die Schüler des P-Seminars „Zauberhafte Physik“ mit ihrem spektakulären Kettenreaktions-Experiment.

Kaufbeuren – Die feierliche Eröffnung des neuen Gebäudes für die Naturwissenschaften feierte die Schulfamilie des Jakob-Brucker-Gymnasiums am Montag mit Vertretern des Stadtrates und Mitwirkenden des Bauprojekts.

Das zweigeschossige Gebäude ist ein Sichtbetonbau mit Verbindungsgang und bietet 12 naturwissenschaftliche Räume und Nebenräume für einen modernen Unterricht. Das Blasorchester der Schule begleitete die Veranstaltung musikalisch.

Die Fertigstellung des neuen „Technikums“, des Bauteils B des Fachklassentrakts, sei laut Oberbürgermeister Stefan Bosse ein „wichtiger Meilenstein“ in der Generalsanierung des Gymnasiums. Der guten Zusammenarbeit der Fachleute sei es zu verdanken, dass das komplexe Bauvorhaben so weit voranschreiten konnte.

Die Schüler und Lehrer können sich auch auf eine großzügige, mit Medien ausgestattete Aula freuen. Der Bau im Effizienzhaus Plus Standard sei zudem energetisch vorbildlich. Die Baumaßnahme mit Gesamtkosten von ca. 24 Millionen Euro wird mit einer überdurchschnittlich hohen Förderquote von 63 Prozent durch Mittel des Freistaats Bayern gefördert.

Dass nicht nur Menschen, denen man in der Schulzeit begegnet Spuren hinterlassen, sondern auch Räume einen hohen Erinnerungswert haben, griff Peter Kempf als Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Schwaben in seiner Ansprache auf. So sei die Schule als Lebensraum und soziales Lernfeld gestaltet, die den Schülern Raum für Eigenständigkeit, individuelles Wachstum und kreatives Wirken biete.

Schulleiter Christof Walter sah mit dem Bau des Technikums einen „enormen Innovationsschub“ verbunden: Als „Alleinstellungsmerkmal für unsere Schule“ sei dieses Zentrum für Naturwissenschaften zukunftsweisend. Die offene Lernfläche gebe den Schülern die Möglichkeit, aktiv zu werden, zu experimentieren, den „Erkenntnisweg selber zu gehen“. Diese Leitideen seien im Bauprojekt hervorragend umgesetzt worden. Walter lobte die „weitsichtige und nachhaltige Investition“ – man müsse „mutig sein, wenn man Schulen über den Status quo hinaus weiterentwickeln möchte“.

Die Pfarrer Bernhard Waltner und Martin Kugler wünschten den jungen Menschen in ihren Segensworten ein wohlwollendes Umfeld, das sie auf einem Stück ihres Lebensweges begleitet, und einen „guten Geist des Zusammenhalts und Zusammenwirkens, der hier auf vielfältige Weise gelebt wird“. Die Frage nach Sinn, wie auch Zweifel und Grenzen würden dem Menschen im Glauben und in der Naturwissenschaft begegnen. Hier gelte es, „jene Fragen zu fördern, die uns innewohnen“.

Was der Forscher- und Teamgeist so alles zustande bringt, bewiesen die Schüler des P-Seminars „Zauberhafte Physik“ unter der Leitung von Thomas Moritz in ihrem eindrucksvollen Kettenreaktions-Experiment. Die Schüler freuten sich insofern, in ihrem neuen Technikum auch künftig vielfältige Impulse zu setzen.

Von Mahi Kola

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