Ein glanzvoller Abschied

Jakob-Brucker-Gymnasium verabschiedet 122 Abiturienten

Kaufbeuren Jakob Brucker Gymnasium
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Die Ehrung der 1,0-Absolventen: Walter Pischel (v. li), Vorstand der Frank-Hirschvogel-Stiftung, Daniel Guljacenko, Magdalena Ahlborn, Josephine Diepolder, Magnus Fürst, Christian Marxer und Schulleiter Christof Walter.

Kaufbeuren – Kein Abi-Scherz, kein Abi-Ball und nur eine kleine Zeugnisverleihung? Lange Zeit sah es aus, als ob die Absolvia 2021 keinen würdigen Abschluss ihrer Schul­laufbahn bekommen würde. Doch weit gefehlt: Das Jakob-Brucker-Gymnasium wäre nicht das JBG, würde es sich für seine 122 Abiturienten nicht etwas Besonderes einfallen lassen.

Der Gottesdienst wurde aufgrund des Wetters kurzerhand vom Atrium der Schule in die Dreifaltigkeitskirche verlegt. Er verfolgte das Thema „Laby­rinth“ – was auch das Jahrgangsmotto: „LABIrinth – 12 Jahre den Ausgang gesucht“ war. Hier wurden auf einem großen aufgespannten Tuch in einem angedeuteten Labyrinth verschiedene Wege bis zum „Ausgang“ der Schulzeit mit Farbspray sichtbar gemacht.

Anschließend fand die Feier im JBG statt. Unter der Leitung der „Zeremonienmeister“ Raphaela Lutz und Christoph Pfister, ihres Zeichens Musiklehrer der Schule, und Thomas Moritz, Betreuer der Technik-Crew, gelang ein großartiger Abend. Nach einer einführenden Rede der Oberstufenkoordinatorin Hiltrud Tietje, die „ihr“ Abi unter diesen schwierigen Bedingungen meistern musste, und der obligatorischen Rede des Schulleiters Christof Walter – in deren Mittelpunkt eine Mathe-Knobel-Aufgabe stand und er vor allem darauf hinwies, die Schüler sollten dem Motto von Astrid Lindgren folgen, „frech und wild und wunderbar zu sein“ – wurde den Schülern des Jakob-Brucker-Gymnasiums ihr Abiturzeugnis überreicht. Jeder durfte einzeln mit einer individuell ausgewählten Musiksequenz den „Walk of Fame“ mit Blumen und Teelichtern geschmückt zur Zeugnisübergabe schreiten: Der eine hatte Herzklopfen, der nächste drehte sich zweimal im Kreis, die dritte machte sogar einen Rückwärtssalto und die vierte zeigte das berühmte V-Zeichen in die Kamera. Denn der ganze Weg wurde von einer ex­tra installierten Kamera begleitet. Der „Umschnitt“ (wie bei einer TV-Live-Übertragung) erfolgte, als die Abiturienten beim Schulleiter ankamen und die so lange ersehnte Abi-Mappe überreicht bekamen, nebst einem kurzen Blitzlichtgewitter vom Fotografen und ehemaligen Abiturienten Christoph Peter. So wurde jeder Einzelne auf eine ganz besondere Weise gewürdigt, während Oberstufenkoordinatorin Tietje die jeweiligen Schüler und ihre besonderen Verdienste um die Schule zusätzlich würdigte. Unterbrochen wurde diese Zeremonie von mehreren Einspielern: Ob nun Rebekka Stahl begleitet von Klein auf der Geige spielte, Anna-Maria Steinheber auf ihrer Klarinette mit Josephine Diepolder am Klavier musizierte oder Laura Pousada Alvarez zwei wunderschöne Lieder vortrug.

Reizendes Intermezzo

Ergänzt wurde die Veranstaltung von Grußworten des Oberbürgermeisters Stefan Bosse per Videobotschaft und der Elternbeiratsvorsitzenden Janina Shafik.

Ein reizendes Intermezzo bildete die Rede der beiden Jahrgangsstufensprecher Clara Biemel und Pascal Hörmann, die in einem kurzen Vortrag auf ihre Schulzeit zurückblickten. Mit Blumen bedankten sie sich bei allen Beteiligten und vor allem bei ihren Mitschülern, ohne die alles nicht halb so schön gewesen wäre in dieser Zeit der Pandemie.

Schließlich durfte Walter Pischel von der Frank-Hirschvogel-Stiftung die fünf besten Abiturienten mit einem besonderen Preis ehren: Dies waren Magdalena Ahlborn, Josephine Diepolder, Magnus Fürst, Daniel Guljacenko und Christian Marxer für den grandiosen Schnitt von 1,0. Mit ihnen durften sich insgesamt 46 Absolventen über einen Notenschnitt mit einer Eins vor dem Komma freuen. Der Schnitt insgesamt lag heuer bei 2,14. Die Eltern, Angehörigen und Freunde der Schulabgänger konnten die gesamte Veranstaltung gemäß der Abstands- und Hygienebestimmungen „live“ in entsprechend vorbereiteten Klassenzimmern, aus der Mensa und aus der alten Turnhalle mitverfolgen. Dies hatten die Techniker alles per Videoübertragung möglich gemacht.

Nach unterhaltsamen zweieinhalb Stunden klang die Veranstaltung mit guten und anregenden Gesprächen im Pausenhof zwischen Technikum und Mensa und vor der liebevoll geschmückten Wand mit dem Logo „Abi 2021“ aus.

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