Jetzt also doch Tempolimit

Auf Münchner Straße in Buchloe im Bereich der Schulen gilt Tempo 30

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„Fuß vom Gas“. In der Münchner Straße in Buchloe ordnete der Stadtrat nun Tempo 30 im Bereich der Schulen an.

Buchloe – Nun ist die Entscheidung endgültig gefallen. Auf der Münchner Straße wird auf Vorschlag von Bürgermeister Josef Schweinberger im Bereich der Schulen und des Kindergartens Tempo 30 angeordnet. Das Thema war bereits im Bauausschuss vor zwei Wochen behandelt worden (wir berichteten). Zwei Unfälle an Zebrastreifen hatten zur erneuten Diskussion und letztlich zu einer Meinungsänderung im Stadtrat geführt. Der hatte vor drei Jahren beschlossen, keine streckenbezogene Tempo 30-Regelung einzuführen und es bei Tempo 50 zu belassen.

Die Anordnung von Tempo 30 gilt zwischen Josef-Uebele-Straße und der Straße Am Hohen Weg. Weiter ist die Geschwindigkeitsbegrenzung zeitlich von Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr festgesetzt.

Bürgermeisterkandidat Robert Pöschl (CSU) regte an, zusätzlich zu den Schildern eine elektronische Geschwindigkeitsanzeigetafel in beiden Fahrtrichtungen zu installieren und einen Rückbau der Parkmöglichkeiten im unmittelbaren Bereich vor den Zebrastreifen zu veranlassen. Pöschl verwies darauf, auch die schon einmal angedachte Lösung mit einem weiteren Kreisverkehr an der Münchner Straße/Ecke Kerschensteiner Straße nicht aus den Augen zu verlieren.

Sein Parteikollege Benjamin Leinsle appellierte an die Vernunft der Autofahrer, im Bereich der Schulen und nicht nur dort, den Fuß vom Gas zu nehmen. Bei Tempo 30 habe man einfach einen kürzeren Bremsweg, argumentierte Elfriede Klein von den Grünen. Eigentlich sei sie für Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet. Rudolf Grieb von der UBI wies nochmals darauf hin, dass seine Fraktion schon immer Tempo 30 vor den Schulen für sinnvoll gehalten habe.

Weitergehende Forderungen, beispielsweise von Franz Lang (FWV), Tempo 30 auf der gesamten Münchner Straße zwischen den Kreisverkehren zu etablieren, fand keine Mehrheit, da die Münchner Straße bei möglichen Autobahnsperrungen eine Ausweichstrecke darstellt.

Fast alle Stadträte waren sich einig, dass die gefundene Regelung eine gute Sache sei. Bei der Abstimmung gab es lediglich zwei Gegenstimmen. Zustimmung fand auch die Installierung einer elektronischen Geschwindigkeitsanzeige und der Rückbau von Parkbuchten vor Zebrastreifen.

Bürgermeister Josef Schweinberger nutzte die Gelegenheit zu einem Appell an die Eltern, ihre Kinder nicht mit dem Auto von und zur Schule zu fahren. Der tägliche Einsatz des Elterntaxis helfe den Kindern nicht, verkehrssicher zu werden.

von Siegfried Spörer

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