Jetzt Optionskommune

Die Stadt Kaufbeuren hat den Zuschlag als Optionskommune bekommen und übernimmt damit ab 2012 die Regie im Jobcenter. Die Zulassung erteilte das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen im Rahmen eines Zulassungsverfahrens für neue Optionskommunen in Bayern als kommunaler Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Insgesamt 16 Kommunen haben sich in ganz Bayern um das Jobcenter beworben, dass in gemeinsamer Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und Stadt bzw. Landkreis geführt wird, als zugelassener kommunaler Träger in alleiniger Verantwortung zu führen. Kaufbeuren hat sich, wie die anderen Mitbewerber, einer Eignungsfeststellung unterziehen müssen, die im Dezember vergangenen Jahres mit der Vorlage einer Konzeption für die eigenständige Führung des Jobcenters beim Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen begann. „Diese Konzeption wurde von der Stadtverwaltung Kaufbeuren ohne Zuhilfenahme von externen Beratern erarbeitet“, erklärte Oberbürgermeister Stefan Bosse in einer Presseerklärung. „Wir freuen uns, dass das Ministerium unsere Konzeption auf die hervorragende Platzziffer zwei gesetzt hat. Das im Bewerbungsverfahren erfolgreiche Konzept der Stadt Kaufbeuren ist für uns nun Verpflichtung, die mit den neuen Aufgaben verbundenen Herausforderungen bestmöglich zu erfüllen“, so Bosse, der sich in diesem Zusammenhang auch auf die weitere Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und allen öffentlichen und privaten Einrichtungen. freut. Die Wahrnehmung der gemeinsamen Trägerschaft des Jobcenter Kaufbeuren durch die Agentur für Arbeit und die Stadt Kaufbeuren wird noch bis Ende 2011 fortgeführt. Für die leistungsberechtigten Grundsicherungsempfänger wird sich mit der Übernahme des Jobcenters in die alleinige Trägerschaft der Stadt ab 1. Januar 2012 keine Veränderung ergeben. Dem Personal, das bisher bei der Agentur für Arbeit beschäftigt war, wird angeboten zum Jahreswechsel von der Stadt Kaufbeuren übernommen zu werden. Auch Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) freut sich über diese Entwicklung in der Wertachstadt: „Bislang trägt Kaufbeuren die Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit, ohne kurzfristig direkt gegensteuern zu können. Die Kommunen kennen den regionalen Arbeitsmarkt, die regionale Wirtschaft, können ihre Integrationsstrategie effektiver auf die lokalen und regionalen Bedürfnisse ausreichen und damit besser, schneller und flexibler auf die Bedürfnisse der Menschen und die Bedarfe des Arbeitsmarktes reagieren“, erläuterte Pschierer die Vorteile. „Das Interesse der bayerischen Kommunen auf einen Optionsplatz und die damit einhergehende Gestaltungshoheit war wesentlich größer als die für Bayern zur Verfügung stehenden Plätze. Umso mehr freue ich mich, dass es Kaufbeuren gelungen ist, sich in dem Prozess durchzusetzen!“, so der Finanzstaatssekretär. Begriff: Optionskommunen sind zugelassene, kommunale Träger, die alle Aufgaben der Grundsicherung für Arbeitsuchende ohne Mitwirkung der Arbeitsagentur wahrnehmen, insbesondere auch Langzeitarbeitslose bei der Arbeitsuche unterstützen. Bundesweit gibt es 41 neue Plätze; in Bayern wird es sechs weitere Optionskommunen geben, insgesamt nunmehr zehn. Neben Kaufbeuren werden dies Ingolstadt sowie die Landkreise Günzburg, Ansbach, Oberallgäu und München sein.

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