Dem Ruf gefolgt 

Johann Merz kandidiert für das Aitranger Bürgermeisteramt

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Der 42-jährige Ingenieur (FH) Johann Merz fordert sauberes Trinkwasser, Sanierungen und den Einbezug von Straßensanierungen beim Hochwasserschutz.

Aitrang – Als Johann Merz am Montag vergangener Woche vor die Versammelten trat, war er damit unter anderem dem Wunsch eines Zwischenrufers bei der letzten Bürgerversammlung gefolgt, der nach weiteren Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in Aitrang verlangte.

Der in Obergünzburg geborene und im Aitranger Ortsteil Görwangs aufgewachsene Merz hatte sich zunächst zum Landwirt ausbilden lassen. Später wandte er sich neigungsbedingt dem Studium des Maschinenbaus zu. Seit elf Jahren arbeitet Merz nun bei der Firma AGCO Fendt in der Entwicklung. Darüber hinaus engagierte er sich 25 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Aitrang, war dort unter anderem Gruppenführer und über zehn Jahre Leiter des Atemschutzes.

Als Mitarbeiter bei Fendt habe er durch die verschiedenen Projekte sowohl Erfahrungen in der Mitarbeiterführung gesammelt als auch ein Gefühl für Budgetverantwortung entwickelt, antwortete März auf eine diesbezügliche Frage des Gemeinderatsmitglieds Theo Frey. Von den zahlreichen Projekten, die in der Gemeinde und ihren Ortsteilen anstünden, so März an anderer Stelle, hätten die dauerhafte Gewährleistung sauberen Trinkwassers sowie der Hochwasserschutz bei ihm absolute Priorität. In der jüngeren Vergangenheit war es durch niedrige Grundwasserstände und Verunreinigungen zu Engpässen bei der Trinkwasserversorgung gekommen. Das Wasser musste über einen längeren Zeitraum abgekocht und mit Chlor versetzt werden.

Sanierung der Thingauer Straße

Der Hochwasserschutz ist in Aitrang ein Dauerthema. Verschiedene Maßnahmen trafen oft auf Widerstand bei Grundstückseigentümern, die ihre Flächen für die entsprechenden Maßnahmen nicht zur Verfügung stellen wollten (derKreisbote berichtete). Vor diesem Hintergrund, sagte März, wolle er eine Sanierung der Thingauer Straße beim Hochwasserschutz insofern mit einbeziehen, als dass diese im Zuge ihrer Sanierung an bestimmten Teilen abgesenkt werde, so dass sich, sagte Merz wörtlich „kein Damm bilden kann, der das überlaufende Wasser ins Dorf hinein leitet”.

Doch auch die Ortsverbindungsstraßen müssten dringend instandgesetzt werden, so Merz weiter, bevor es „richtig teuer“ werde. Ferner wolle er sich um die Leerstände im Dorfzentrum kümmern und dort neuen Wohnraum schaffen.

Forderung: Bahnhalt und Arzt

Zudem sprach sich der Kandidat für die Wiedereinrichtung eines Bahnhalts in Aitrang aus, insbesondere, wie er betonte, um auch Schülern und älteren Menschen endlich die nötige Mobilität zu geben. Mit einer konkreten Idee ging März auf die Notwendigkeit ein, in Aitrang wieder einen Arzt anzusiedeln, und erwähnte in diesem Zusammenhang einen Gesetzentwurf der Regierung von Bayern, der es vorsieht, künftig Studienanwärtern, die den für ihr Medizinstudium nötigen Numerus Clausus nicht erreichen, einen Studienplatz zur Verfügung zu stellen, wenn diese sich bereit erklärten, im Anschluss an ihr Studium mindestens zehn Jahre lang eine Landarztpraxis zu betreiben.

Felix Gattinger

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