St. Josef feiert Trägerwechsel

„Gut ankommen - Neue Wege gehen“ so lautete das Motto vergangen Freitag bei dem offiziellen Trägerwechsel der Kindereinrichtungen St. Josef. Und das Motto darf man laut Prälat Günter Grimme, Vorstandsvorsitzender der Katho-lischen Jugendfürsorge, gerne auch wörtlich nehmen: „In den Kindereinrichtungen schon morgens gut ankommen und herzlich begrüßt werden, einen geregelten Anspruch haben – jeder der kommt ist herzlich willkommen. So soll es auch weiter gehen. Es ist hier schon ausgezeichnete Arbeit geleistet worden, die nun durch die Kompetenzen der KJF weitergeführt werden“.

Schon seit dem 1. September ist die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF) der neue Träger der Kaufbeurer Kindereinrichtungen St. Josef (wir berichteten). Der Verband hatte die Trägerschaft für Kinderkrippe, Kindergarten, Heilpädagogische Tagesstätte und das Integrations- projekt Hippy von der Prof.-Dr.-Peter-Scheggschen Waisenhausstiftung übernommen. Ein Kinderhort, der bisher in Trägerschaft der Dekan-Joseph-Landesschen Jugendstiftung war, wurde ebenfalls an die Katholische Jugendfürsorge übergeben. Nach dem feierlichen Gottesdienst, den Weihbischof Josef Grünwald, Aufsichtsratvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge, hielt, ging es im Haus St. Martin mit dem offiziellen Part weiter. Oberbürgermeister Stefan Bosse lobte die Kinderkrippe St. Josef, die in Kaufbeuren die ers- te Einrichtung dieser Art war, und bezeichnete diese als Eisbrecher, denn sie habe das Kalte genommen. Kinder unter drei Jahren würden in dieser Vorzeigeeinrichtung in einem Ort der Nächstenliebe betreut. Durch die Unterschriften von Pfarrer Adolf Nießner und Prälat Günter Grimme, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge, wurde nun die neue Trägerschaft feierlich besiegelt. „Schon seit 1885 gibt es in der Pfarrgasse in Kaufbeuren St. Josef. Durch die damalige Not gab es viele Waisen und durch verantwortungsvolle Bürger gab es Gelder und es entstand das Waisenhaus, später die sogenannte Kinderaufbewahrungsanstalt und 1946 die Säuglingsstation, die zur Krippe wurde. Ein Jahr später wurden dort schon 20 Kinder betreut. Das Haus hat eine lange Geschichte. Ich bin sehr froh, dass nun alles weiter getragen werden kann und in verantwortungsvolle Hände geht“, so Stadtpfarrer Adolf Nießner, der bis zum 31. August Ansprechpartner der Angestellten von St. Josef war. St. Josef wurde nun auch in den Erziehungs- und Jugendhilfeverbund (EJV) Kaufbeuren der Katholischen Jugendfürsorge eingegliedert. Durch den Trägerwechsel erhielten die rund 60 St. Josef-Mitarbeiter einen neuen Chef. EJV-Leiter Harald Plaschke hat zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Leitung der Einrichtung übernommen.

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