Freiwillige Feuerwehr Marktoberdorf feiert 150-jähriges Bestehen

Einsatz während des Jubiläums

+
Soweit sie sich nicht im Einsatz befanden, präsentierten die Mitglieder der Freien Feuerwehr Marktoberdorf ihre Wehr beim Sonntäglichen Festumzug.

Marktoberdorf – Mit einem aufwändig gestalteten Zug durch die Stadt feierte die Freiwillige Feuerwehr Marktoberdorf kürzlich ihr 150-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten wurden nur unterbrochen von einem dringenden Einsatz: In Roßhaupten waren Gebäude eines Sägewerks in Flammen aufgegangen.

Nicht einmal an ihrem 150-jährigen Jubiläum konnte die Freiwillige Feuerwehr in Ruhe feiern, ein Vollbrand in der Nacht vom vorausgehenden Samstag auf Sonntag in einem Sägewerk in Roßhaupten forderte den Einsatz aller Feuerwehrleute aus der Region. Dafür aber belohnte Petrus die Marktoberdorfer Brandwehr zum Jubiläumsfest mit schönem ruhigem Herbstwetter. Besonders der Festumzug am Sonntag profitierte von den angenehmen Temperaturen und lockte viele Menschen auf die Straßen der Kreisstadt, um ihre Feuerwehr zu ehren.

„Wir waren ohnehin im Dienst – feiern tun die anderen“, so äußerte sich ein Feuerwehrler, der als Absperrposten in eigener Sache wieder mal seine Pflicht erfüllte, auf die Frage, ob denn die Marktoberdorfer angesichts des Jubiläums in Roßhaupten überhaupt „einsatzbereit“ gewesen seien. Dies bejahte auch Vorstand Robert Eggensberger, der betonte, man sei in der Freiwilligen Feuerwehr durch das Jubiläum und die Ereignisse rund ums Fest wieder enger zusammengerückt und gestärkt worden. Über den Verlauf der Veranstaltung äußerte er sich ausgesprochen zufrieden und sprach von „einem tollen Fest“. Besonders beeindruckt zeigte er sich auch von dem Festgottesdienst am Sonntag, an dem 40 Fahnen beteiligt waren. 

Nach zwei Tagen Zeltatmosphäre stellte der Festzug einen besonderen Höhepunkt der Veranstaltung dar, zumal viele andere Feuerwehren, Vereine und Musikkapellen der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf zu ihrem Jubiläum die Ehre erwiesen. Der Festzug, der von acht Kapellen musikalisch begleitet wurde, war so lang, dass die Wegschleife aus Eberle-Kögl-Straße, Salzstraße und Meichelbeckstraße nicht ausreichte, um ein Aufeinanderstoßen der Zugteilnehmer in der Ruderatshofener Straße zu verhindern. 

Neben dem Ohrenschmaus, den die festlich gekleideten Kapellen boten, kamen natürlich auch die Augen nicht zu kurz. Ein ausgesprochene Hingucker waren die Oldtimer der Feuerwehren, die von einer mit Pferden bespannten Drehleiter bis hin zu teilweise archaisch anmutenden Spritzen reichten. Hier tat sich besonders die Partnerfeuerwehr aus Wiesendangen in der Schweiz hervor, die wohl auch bei den Zuschauern mehrere „Brandherde“ vermutete. 

Abgerundet wurde das Bild durch die prächtigen Trachten der Vereine, die den Zug mit ihrer Anwesenheit unterstützen – wie auch die „Wertachtaler“ aus Marktoberdorf oder der Prunkwagen vom Allgäuer Brauhaus. 

Neben Bürgermeister Werner Himmer und Landrat Johann Fleschhut zeigte sich auch die regionale Politprominenz wie Stephan Stracke oder Angelika Schorer im offenen Landauer – wahrscheinlich ließ sich auf diese Weise auch das Warten auf die Wahlergebnisse leichter ertragen. von Klaus Bauer

Auch interessant

Meistgelesen

Festzug mit Hindernissen
Festzug mit Hindernissen
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental
Stadt in festlichem Gewand
Stadt in festlichem Gewand
Blasmusik mit Hauch von Beachparty
Blasmusik mit Hauch von Beachparty

Kommentare