„Eine wertvolle Bereicherung“

Jubiläum: Zehn Jahre Rot Kreuz Kleiderladen in der Kaufbeurer Innenstadt

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Sie halten den Laden am Laufen – etwa 25 Ehrenamtliche arbeiten im Kaufbeurer Rot Kreuz Laden des BRK Kreisverbandes Ostallgäu. Auf dem Foto freuen sie sich gemeinsam mit Sachgebietsleiterin Renate Dantinger (von rechts), Projektleiterin Ute Nägele und Oberbürgermeister Stefan Bosse über das Jubiläum.

Kaufbeuren – Seit zehn Jahren wechselt gute Kleidung aus zweiter Hand am Tresen in der Münzhalde 5 die Besitzer. Das dient nicht nur einem guten Zweck, sondern steht auch ganz im Zeichen der Zeit.

„Gutes aus zweiter Hand“, der Slogan prangt nun seit zehn Jahren neben dem Eingang des Kaufbeurer Rot Kreuz Ladens. Innen warten fein säuberlich aufgereihte Kleidungsstücke auf neugierige Kundenblicke. „Sobald das Licht im Laden angeht, kommt Kundschaft“, verrät Renate Dantinger. Die Sachgebietsleiterin für Pflege und Soziales beim BRK Ostallgäu ist verantwortlich für die Rot Kreuz Kleiderläden des Kreisverbands und freut sich, dass das Geschäft in Kaufbeuren auch zehn Jahre nach seiner Eröffnung so gut angenommen wird. Mehr noch, verrät sie, der Laden scheint zuletzt sogar immer mehr Kunden anzuziehen.

In den beiden Kleiderläden des Kreisverbandes in Kaufbeuren und Marktoberdorf werden gut erhaltene Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie Accessoires zu niedrigen Preisen angeboten. Die Verkaufserlöse werden für den Betrieb des Ladens verwendet, was übrigbleibt, geht an soziale Projekte des Roten Kreuzes.

Doch nicht nur Menschen mit geringem Einkommen sind beim Stöbern in den bunten Kleiderreihen zu finden. Der Laden ist offen für Jedermann von Jung bis Alt und die Kundschaft setzt sich mittlerweile aus allen Gesellschaftsschichten zusammen, verrät Projektleiterin Ute Nägele. „Vintage“ ist wieder angesagt, das Stöbern in „Secondhand“-Bekleidung verspricht die Entdeckung des einen oder anderen Einzelstücks – und der nachhaltige Nebeneffekt wird ebenfalls immer wichtiger: Gebrauchte Textilien werden hier nicht weggeschmissen, sondern weitergegeben. Das Konzept des Ladens liegt also voll im Trend.

Die Rot Kreuz Läden hätten die Zeichen der Zeit schon frühzeitig erkannt, findet auch Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. „Der Laden ist außerdem eine wertvolle Bereicherung für den innerstädtischen Handel und ein großartiges Angebot für Menschen mit kleinem Einkommen“, lobt er.

Dass das Licht im Laden zu regelmäßigen Öffnungszeiten angehen kann, ist vor allem der ehrenamtlichen Belegschaft zu verdanken. Ob es darum geht, Ware anzunehmen, sie zu Sortieren oder Kunden zur Auswahl eines neuen Schatzes für ihre Garderobe zu beraten – die Damen hinter dem Tresen des Kleiderladens arbeiten alle ehrenamtlich. „So ein reibungsloser Betrieb wäre ohne das Engagement unserer fleißigen Helferinnen nicht möglich. Sie leisten hier wirklich tolle Arbeit“, erklärt Dantinger dankbar. Momentan zählt das Team etwa 25 Ehrenamtliche. Ein Teil der Frauen engagiert sich bereits seit der Eröffnung des Ladens im Jahr 2009 – sie dürfen in diesem Jahr also sogar ein doppeltes Jubiläum feiern.

Kleiderspenden werden zu den Ladenöffnungszeiten im Kleiderladen angenommen. Geöffnet ist das Geschäft donnerstags und freitags jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Ehrenamtlich Interessierte sind willkommen. Kontaktdaten und weitere Informationen sind auf der Website des Kreisverbandes zu finden: www.brk-ostallgaeu.de.

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