Werkausschuss Kaufbeuren: Gebühren bleiben gleich, Werkleiter verabschiedet

Viele Bilanzen und ein Abschied

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Verabschiedung im Werkausschuss: OB Stefan Bosse (v. li.) Werkleiter Fritz Baumann und Nachfolgerin Caroline Moser.

Kaufbeuren –  In seiner 87. Sitzung des Werkausschusses stellte Fritz Baumann als Werkleiter des Kaufbeurer Wasserwerks als seine quasi letzte Amtshandlung den Jahresbericht 2011 vor.

Nach 24 Jahren als Leiter im Kaufbeurer Wasserwerk tritt Fritz Baumann am 30. November in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Seine Nachfolgerin im Amt wird Caroline Moser, die bereits seit einigen Monaten die Übergabe aktiv mitgestaltet hat. Nun präsentierte Baumann im jüngsten Werkausschuss zum letzten Mal den Jahresbericht 2011. Auch die Immobilienverwaltung als Eigenbetrieb der Stadt stellte dem Ausschuss ihren Halbjahresbericht 2012 sowie den Wirtschaftsplan 2013 vor.

Für den Bereich des Wasserwerks konnte laut Bericht des Werkleiters 2011 ein Gewinn von rund 91.000 Euro erwirtschaftet werden. Die Darlehensverbindlichkeiten wurden um 260.000 Euro abgebaut und die Liquiditätsverhältnisse um 200.000 Euro verbessert. Außerdem steigerte sich die Ertragslage aufgrund einer gestiegenen Wasserabgabe um 60.000 Kubikmeter. Zu den größten Investitionen gehörte 2011 der neue Hochwasserbehälter in Oberbeuren. Zudem wurden an dem 222 Kilometer langen Versorgungsnetz 1,6 Kilometer Leitungen erneuert und – durch die Erschließung von Neubaugebieten – etwa 600 Meter neue Rohre verlegt.

Caroline Moser als der designierten Nachfolgerin von Baumann oblag die Vorstellung des Halbjahresberichts für das Wasserwerk. Außerdem erläuterte sie die Anpassung schon länger bestehender Verträge im Bereich der Wasserwirtschaft. Dazu gehörten Dienstleistungsvereinbarungen mit den kooperierenden Gemeinden als Mit- gliedern der Interessengemeinschaft und die Änderung der Wasserabgabesatzung gemäß den Vorgaben des Freistaates Bayern. Auch in der Beitrags- und Gebührensatzung der Stadt sind formale Anpassungen erforderlich, die Gebühren- und Beitragshöhe bleibt jedoch unverändert.

Auch der vom Immobilienmanagement vorgelegte Halbjahresbericht vermeldete aus- schließlich positive Zahlen. Der Gewinn wurde im abgelaufenen Jahr voraussichtlich mehr als verdoppelt und erreicht damit fast 450.000 Euro. Durch Verzicht auf eine geplante, aber im Hinblick auf die neue Einspeisevergütung nicht mehr rentable Fotovoltaikanlage und die damit entfallene Darlehensaufnahme kam es im Vermögensplan zu einer Zuführung von 466.000 Euro bei den Rücklagen. Für 2013 ist unter anderem die Modernisierung des Wohnblocks „Friedrichswalder Straße 4“ und der Einbau von Wasserenthärtungsanlagen in der „Benzenauer Straße 14 bis 24“ vorgesehen.

Abschied

In seinen Worten zum Abschied bezeichnete Oberbürgermeister Stefan Bosse den scheidenden Baumann als „Werkleiter mit Herz“, für den „jeder wichtig war“ und der „mit Ruhe und Gelassenheit“ geführt habe. Der OB wünschte dem angehenden Ruheständler viel Freude bei seiner Tätigkeiten als Gemeinderat und als Mitglied in vielen Vereinen, wofür er zukünftig mehr Zeit habe. „Es ist schön, wenn man so unterstützt wird“, sagte Fritz Baumann in Erinnerung an die zurückliegende Zeit. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern im Werk und den für ihn ehemals zuständigen und jetzigen Referatsleitern Siegfried Knaak und Markus Pferner für die Unterstützung. Sein Ziel sei gewesen, so Baumann, „dass die Mitarbeiter für sich feststellen können: ‘Das ist auch mein Wasserwerk’“. Mit seiner Nachfolgerin Caroline Moser habe er die gemeinsame Zeit des Übergangs für einen „intensiven gegenseitigen Informationsaus- tausch“ nutzen können.  von Wolfgang Becker

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