Für Planungssicherheit: Betreuungsplatz rechtzeitig anmelden

Zum Wohle des Kindes

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Der steigende Bedarf nach Kinderbetreuung zieht einen Ausbau der Kita-Plätze nach sich.

Kaufbeuren – Wer in Kaufbeuren sein Kind für einen Kita-Platz anmelden will, muss dies künftig bis 28. Februar des Jahres tun. Über ebensolche wichtigen Änderungen im Anmeldeverfahren für Kita und Co. und die aktuelle Betreuungssituation für Kinder in Kaufbeuren informierte kürzlich das Jugend- und Familienreferat der Stadt im Pressegespräch.

Bedingt durch die steigende Nachfrage nach Kleinkindbetreuung und steigender Geburtenraten in Kaufbeuren, ist ein Ausbau der Kinderbetreuung geplant: So soll bis 2020 zum Beispiel die Kita „Leinauer Hang“, und bis 2022 die Kita „Grünwalder Straße“ und der Kindergarten „Guter Hirte“ erweitert werden. Auch Anfragen vom Espachstift und dem Montessori-Kindergarten gebe es dazu. Außerdem sei laut Referatsleiter Alfred Riermeier ein Kinder- und Familienzentrum in Neugablonz in Planung, das „Begegnungsorte schaffen“ soll, an denen sich Eltern Rat holen können und Inklusion großgeschrieben wird.

Im Sinne einer Planungssicherheit für Eltern und Kita sollen sich Eltern rechtzeitig um eine Vormerkung für einen Betreuungsplatz kümmern. Dies ist ganzjährig, spätestens aber bis zum 28. Februar in mehreren Einrichtungen möglich. Das Vormerkformular ist bei der jeweiligen Leitung und auf der Homepage der Stadt unter www.kaufbeuren.de erhältlich. Eltern erhalten dann gegebenenfalls bis April eine schriftliche Platzzusage. Kann keine Zusage erteilt werden, bekommen sie gemäß dem Rechtsanspruch bis Mai ein Platzangebot in Kaufbeuren. Ulrike Villa-Fuchs, Sachgebietsleitung für Kindertageseinrichtungen bittet hier um die Unterstützung der Eltern, um bürokratische Prozesse zu verkürzen.

Auch bei der Tagespflege muss die Vormerkung bis zum 28. Februar erfolgen. Claudia Halbritter, zuständig für Belange der Kindertagespflege, bekräftigt an dieser Stelle noch einmal, dass Tagesmütter gut ausgebildet sind und eine Pflegeerlaubnis vorweisen können. Auch für Ersatzbetreuung im Krankheitsfall ist gesorgt.

In Punkto Qualitätsentwicklung in den Kitas sei man Riermeier zufolge ebenfalls auf einem sehr guten Weg. Die Weiterbildung von Inklusionsfachkräften gewährleiste eine Pädagogik, in der verschiedene Kulturen und individuelle Stärken des Einzelnen zusammenkommen könnten. Zusätzliche Spracherzieherinnen setzten sich für die sozial-kommunikative Entwicklung aller Kinder ein, und auch das Ziel, demokratisches Handeln von früher Kindheit an zu stärken, hätte man vor Augen.

Zufrieden waren Villa-Fuchs und Halbritter auch, was die Verteilung der Flüchtlingskinder in den Kitas angeht: Nur so könne die Integration gelingen – hier leiste man in Kaufbeuren schnelle und effektive Arbeit, auf die man durchaus stolz sein könne.

Auf eine sehr gute Ferienbetreuung könnten sich Eltern ebenso verlassen. Interessierte können ihr Kind für August 2018 über Elke Schad vom Familienstützpunkt anmelden, für Erstklässler und ältere Kinder erfolgt die Anmeldung beim Stadtjugendring. Nur in den Weihnachtsferien gibt es keine Betreuung – diese Qualitätszeit solle laut Riermeier für die Familie reserviert werden.

Zum hochaktuellen Streitthema der Geschwisterermäßigung bei Familien mit mehreren Kindern, meldete Riermeier klare Bedenken an: Es sei ein großer Verwaltungsaufwand, und so müsse man deutlich mehr Geld für Personal ausgeben aus Mitteln, die nicht zur Verfügung stünden. Eine genaue Überprüfung werde aber in der nächsten Stadtratssitzung erfolgen.

Villa-Fuchs und Halbritter erinnerten an die vergleichsweise günstige (Kosten-)Lage in Kaufbeuren, wo man die niedrigsten Kitagebühren im Umkreis habe. Außerdem würden einkommensschwache Familien hier bereits berücksichtigt, und 17,5 Prozent der Kinder aller Kitas erhielten Gebührenbefreiung.

Man strenge sich an und tue, was möglich sei; bei alldem, so waren sich die Anwesenden einig, solle man die Betreuungsqualität aber nicht aus den Augen lassen, denn sie solle nicht unter den Diskussionen leiden.

von Mahi Kola

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