Kunst ergibt eine ganz individuelle Atmosphäre

Junge Künstler zum Jubiläum

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Ausschnitt aus Brigitte Stenzels „Maiwiese“ aus der Serie Jahreszyklus (2013, Öl auf Leinwand).

Marktoberdorf – Seit 20 Jahren bietet der Marktoberdorfer Kunstverein jungen Künstlern die Möglichkeit, ihren „Traum von der Kunst“ zu verwirklichen. Passend zum Jubiläum präsentiert der Kunstverein nun den in Marktoberdorf aufgewachsenen Installationskünstler Sebastian Omatsch und drei ausgewählte Preisträger und -trägerinnen der regionalen Kunstwettbewerbe im Künstlerhaus Marktoberdorf: Maximilian Moritz Prüfer, Marten Georg Schmid und Brigitte Stenzel.

Prüfer ist Träger des Sonderpreises der Franz Schmid-Stiftung anlässlich der 34. Ostallgäuer Kunstausstellung 2012, Marten Georg Schmid erhielt den Preis der Ausstellung „Junge Kunst“ anlässlich der Vergabe des Förderpreises der Antonia- und Hermann-Götz-Stiftung 2011) und Brigitte Stenzel ist Preisträgerin der Ausstellung Junge Kunst anlässlich der Vergabe des Förderpreises der Antonia- und Hermann-Götz-Stiftung 2011. 

Auf den 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche des Künstlerhauses bespielt jeder Künstler dabei seinen eigenen Raum und verleiht diesem mit seiner Kunst eine ganz individuelle Atmosphäre. 

Fotorealismus 

Brigitte Stenzels Gemälde faszinieren unter anderem durch die nahezu fotorealistische Darstellungsweise. Der Mensch steht im Mittelpunkt ihrer Werke. Sie setzt ihn in ein Bezugssystem zur Umgebung, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst. 

Beziehungen im Raum 

Während Stenzel die Darstellbarkeit der Wirklichkeit auf der zweidimensionalen Ebene hinterfragt und durch rein malerische Mittel Licht- und Schattenverhältnisse, Tiefe und Räumlichkeit erzeugt, erkundet Marten Georg Schmid mit seinen Installationen die Beziehungen zwischen Linie, Fläche und Raum. 

Mit Alltags-, Industrie-, und Verpackungsmaterialien lässt er beeindruckend diffizile Konstruktionen entstehen, wobei er stets einen Bezug zu den örtlichen architektonischen Gegebenheiten herstellt. Von der radikalen Architektur des Museums fasziniert, konzipiert Marten Georg Schmid drei Rauminstallationen vor Ort. 

Aufwendiges Konzept 

Auch Maximilian Moritz Prüfers Arbeiten geht ein aufwendig geplantes Konzept voraus. Dabei bezieht Prüfer die Natur als gestalterische Kraft mit ein. Er entwickelt einzigartige Druckverfah- ren und macht die Spuren von Schnecken und Insekten auf pigmentierten Bildflächen sichtbar. Auf diese Weise provoziert er die Frage nach der kreativen Urheberschaft seiner Werke. Prüfer kreiert faszinierende Arbeiten, die Naturwissenschaft und Kunst in sich vereinen. 

Die vierte Dimension 

Mit der menschlichen Wahrnehmung beschäftigt sich auch der Installationskünstler Sebastian Omatsch. In seine Arbeit bezieht er als vierte Dimension den Klang mit ein. Mit Kassettenabspielgeräten erzeugt er eine begehbare Klanginstallation, die den Betrachter dazu einlädt, hinzuhören, zu verweilen, und in ein Gefüge aus Raum, Klang und Zeit einzutauchen. 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 17. Juli um 19 Uhr statt. Die Künstler sind anwesend. Die Ausstellung selbst läuft vom 18. Juli bis 20. September, Weitere Infos gibt es unter www.kuenstlerhaus-marktoberdorf.de/partner_kunstverein.php und im Kreisbote.

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