Elsa Zasche im Glashaus

Junge Kaufbeurer Künstlerin nutzt Altstadt-Leerstand als Ersatz-Galerie

Glashaus auf dem Obstmarkt Kaufbeuren mit Kunst Zasche
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Das Glashaus auf dem Obstmarkt: Statt Leerstand Galerie für Corona-Impressionen von Elsa Marie Zasche.
  • Martina Staudinger
    VonMartina Staudinger
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Kaufbeuren – Eigentlich sollten die kleinen Gewächshäuser, die seit Ende 2020 vor einigen Altstadt-Gaststätten zu finden sind, den Gastronomen ermöglichen, ihren Außenbereich auch in der kühleren Jahreszeit zu nutzen. Zusammen mit Bastian Mögele, dem Geschäftsführer der Brauerei Falkenstein, hatte Daniel Fischer von Wood&Wire-Event zu diesem Zweck das Projekt „Treffpunkt Glashaus“ ins Leben gerufen. Dann kam der zweite Lockdown und die gläsernen Séparées standen leer. Seit Kurzem wird jetzt zumindest das Glashaus auf dem Obstmarkt genutzt: Die junge Design-Künstlerin Elsa Zasche präsentiert darin einige ihrer von der Pandemie inspirierten Arbeiten.

„Meine Bilder sind ein Beitrag zur aktuellen Situation. Viele Illustrationen sind im ersten Lockdown entstanden. In der Zeit war alles noch neu und ich habe versucht, die bizarren neuen Begriffe und Situationen zu illustrieren, mit denen wir auf einmal täglich konfrontiert waren – Beatmungsgeräte, FFP2 Masken, Atemschutzgeräte...“, kommentiert die Künstlerin. Ihr Schwerpunkt liegt auf Typografie und Illustration. In ihren Arbeiten thematisiert sie meist emotionale und persönliche Geschichten. Sie liebt es, „in der Kunst unterschätzte Tiere“ in Szene zu setzen und experimentiert gerne mit unterschiedlichen Drucktechniken und allen Arten von Papier.

Elsa Marie Zasche.

Elsa Marie Zasche, Jahrgang 1993, wuchs in Dösingen auf. Nach dem G8-Abitur am Marien-Gymnasium in Kaufbeuren absolvierte sie eine Lehre als Kauffrau für Marketing-Kommunikation in München. 2015 wurde sie in der Designschule München angenommen, die sie 2018 als „Certified Graphic Designer“ abschloss. Ihren Bachelor of Arts als Graphik-Designerin erhielt sie nach zwei Auslandssemestern in Prag im Mai 2019. Anschließend arbeitete sie für ein in Prag ansässiges Modelabel. Mit Daniel Fischer und Wood&Wire-Event hatte sie im März 2020 schon einmal zusammengearbeitet: Sie war Teil der Gemeinschaftsausstellung „Zwischenkunst & Raum“ im Geyerhalterhaus und hatte zudem die gesamte grafische Gestaltung der Ausstellung beigesteuert. Außerdem nahm sie an etlichen internationalen Wettbewerben teil (Art Directors Club ADC, Joseph Binder Award, International Society of Typographic Designers) und gewann einen „Bronzenen Nagel“ beim deutschen ADC Junior Wettbewerb 2019, der als einer der wichtigsten europäischen Kreativ-Wettbewerbe gilt.

Ihre Bilder werden so lange im Glashaus hängen, wie der Lockdown dauert, beziehungsweise, bis die Restaurants wieder öffnen dürfen.

von Ingrid Zasche

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