Junge Leute - junger Wald

Gemeinsam sind wir stark: Fuß an Fuß graben Victoria und Staatssekretär Kreuzer unter den Blicken von Lara, Sarah, Maria und Forstdirektor Limmer (v.li.) ein Pflanzloch.

Die Idee für die Aktion kam vom Koordinator des neuen Gymnasiums in Buchloe selbst: „Mir ist Wald schon immer sehr nahe gewesen und ich dachte mir: Junge Leute pflanzen junge Bäume“, so Alexius Batzer im Gespräch mit dem Kreisboten. So stand am dritten Schultag für die Pionierklassen des Buchloer Gymnasiums nur ein Thema auf dem Stundenplan: „Wir pflanzen einen Wald“. Und nach einer theoretischen Einweisung fuhren die 105 Schüler in Begleitung von Kulturstaatssekretär Thomas Kreuzer und vielen Ehrengästen in das Wasserschutzgebiet westlich von Lindenberg. Dort warteten bereits 600 junge Bäume.

Doch zuvor erfolgte eine gründliche Vorbereitung in theoretischer Form durch Forstdirektor Gerhard Limmer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kaufbeuren. So erfuhren die Kinder, worauf sie achten müssen, dass die jungen Pflanzen nicht verletzt werden und anwachsen können. Aber bevor es an die praktische Arbeit ging, stand noch etwas Zuhören auf dem Plan. Auf Einladung von MdL Angelika Schorer war der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium Thomas Kreuzer eigens zu diesem Tag erschienen. Pädagogisch wertvoll Kreuzer nannte die Neupflanzung eines eigenen Waldes im Internationalen Jahr des Waldes ökologisch eine hervorragende Idee, die so schnell niemand nachmacht. Dies sei auch pädagogisch wirkungsvoll und unterstreiche das Prinzip der Nachhaltigkeit. Eingehend auf die Gründung des Gymnasium sagte Kreuzer: „Seine Gründung ist ein eindrucksvoller Beleg: In der Region setzt man sich enorm für Bildung und Erziehung ein!“ Landrat Johann Fleschhut bezeichnete die Kinder als „Pioniere, die den Weg frei machen“ und betonte die großartige Unterstützung zur Verwirklichung des Gymnasiums insbesondere durch Gabriele Schlund von der Comenius Grundschule. Anschließend ging es in das vom Forstamt vorbereitete Gelände hinaus. Mit Hilfe der Förster aus den Revieren Buchloe und Kaufbeuren wurden 400 Bergahorn- und jeweils 100 Buchen- und Fichtenpflanzen von den in Gummistiefeln erschienenen Kindern in die Erde gebracht. Die Fünfergruppen hatten zu diesem Zweck Spaten, Eimer und Zollstock mitgebracht. Die unterschiedlichen Abstände der einzelnen Baumarten erklärte Gerhard Limmer: „Durch die schneller wachsenden Fichten und die dadurch entstehende natürliche Dunkelheit wollen wir beim Laubbaum eine frühe Astreinigung erreichen, damit qualitativ hochwertiges Holz entsteht.“ Doch gemeinsam mit dem Staatssekretär und dem Landrat ließ es sich auch die politische Prominenz mit Bürgermeister Josef Schweinberger, MdL Angelika Schorer, MdL Bernhard Pohl, dem Ministerialbeauftragten Hubert Lepperdinger sowie die Vertreter des Kreistages und die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinden nicht nehmen, selbst einen Baum zu pflanzen. Mit dabei war auch Doris Ballon vom 2007 gegründeten Fördervereins, die sich ebenfalls stark bei der Realisierung des Gymnasiums engagiert hatte. Vorgesehen ist laut Batzer, dass auf dem bisherigen Ackerland der Wald jedes Jahr kontinuierlich durch die neuen Klassen weiter aufgebaut wird, sodass ein Schulwald entstehen kann. Die abschließend organisierte vom Brotzeit vom Elternbeirat des Jakob-Brucker-Gymnasiums in Kaufbeuren schmeckte allen - Kindern wie Erwachsenen.

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