„Ein Kümmerer“

Kämmerer Dieter Streit feierlich verabschiedet

Bürgermeister Robert Pöschl (links) bedankte sich bei Kämmerer Dieter Streit und seiner Frau
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Bürgermeister Robert Pöschl (links) bedankte sich bei Kämmerer Dieter Streit und seiner Frau für viele Jahre Engagement in der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe.

Buchloe – Buchloe ist eine wachsende Stadt. Daran ist nicht zu zweifeln. Das beweist auch die Tatsache, dass sich das Gremium der jüngsten Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe (VG) mit der Schaffung einer neuen Vollzeitstelle für das Bauamt beschäftigte. Ohne einen Kämmerer, der die Finanzen fest im Blick hat, wäre dies sicherlich nicht selbstverständlich. Einer der die Geschicke Buchloes über 35 Jahre lange begleitet hat, ist Kämmerer Dieter Streit. Er wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

Buchloes Bürgermeister Robert Pöschl begrüßte den scheidenden Kämmerer und seine Frau als Ehrengäste. Aus den Händen der VG könne Streit jetzt in die Hände seiner Frau gegeben werden, der vor allem deshalb großer Dank gelte, weil sie ihren Mann so oft entbehren musste und ihm den Rücken freigehalten habe. „Sie waren über viele, viele Sitzungen Wegbegleiter und haben viele Fragen fachkompetent erläutert“, führte der Bürgermeister seine Rede weiter aus. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Landratsamt Fürstenfeldbruck war Streit seit 1987 in Buchloes Kämmerei tätig, seit 2009 als Kämmerer in Hauptverantwortung. Pöschl stellte sein außerordentliches Engagement heraus. Als „Mann mit hoher Fachkompetenz“ habe er einige große Projekte vorangebracht, auch als Kämmerer des Mittelschulverbandes und des Hochwasserzweckverbandes. Von der Komplexität der Förderanträge sei alles vertreten gewesen, von einfachen bis zu hohen, europäischen Förderungen. Streit habe stets innovativ gedacht, sei mit seiner Persönlichkeit stets ein Ruhepol gewesen. Im Hinblick auf seine Persönlichkeit brachte Pöschl auch zum Ausdruck, dass Streit nicht nur ein Ansprechpartner für fachliche, sondern auch für private Anliegen war. Er habe stets das richtige Gespür für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehabt, stets im Team gearbeitet.

Bei diesem Team bedankte sich Streit abschließend auch selbst. Nur mit seinen Kollegen sei dies möglich gewesen. Sein Dank galt auch allen Gemeinde- und Stadträten und natürlich seiner Frau. Am Ende wünschte der Ehrengast seinem Nachfolger Peter Martin alles Gute und, dass es so weitergehe, wie sich dieser das vorstelle. Zum 1. August tritt Streit offiziell in den wohlverdienten Ruhestand. „Wir können uns froh und glücklich schätzen, dass wir Sie an unserer Seite hatten“, so Pöschl.

Bei den zwei anschließenden Tagesordnungspunkten war der Blick dann weniger auf die Vergangenheit, sondern vielmehr auf die Zukunft gerichtet. Nachdem es in Gemeinden und Stadt bereits ausgeführt wird, wurde auch die Geschäftsordnung der VG dahingehend geändert, dass auch im Bereich der Gemeinschaftsversammlung zukünftig über das sogenannte digitale Ratsinformationssystem eingeladen wird, durch das Sitzungsunterlagen zukünftig nicht mehr in Papierform ausgegeben werden müssen.

Stadtbaumeister Stephan Müßig und Barbara Tugemann als Leiterin der Bauverwaltung hatten außerdem für die Schaffung einer neuen Vollzeitstelle im Bereich Vorzimmer des Bauamtes plädiert. Die Stelle war nicht im Haushalt vorgesehen, soll aber im Stellenplan 2022 eingeplant werden. Durch die Schaffung der Stelle sollen alle Beteiligten bei administrativen Arbeiten entlastet werden, sodass mehr Zeit für die konkrete Projektarbeit bleibe und jeder seine Kompetenzen bestmöglich einsetzen könne. Mit einer Gegenstimme wurde dieser Bitte stattgegeben.

Agnes Reißner

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