Kaufbeuren ist so schön 

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Liebe Bürgerinnen und Bürger,einmal im Jahr werden wir alle zu Närrinnen und Narren. Den Rest der Zeit werden wir aber oft zum Narren gehalten.

Schuld daran sind wir aber meist selbst. Weil wir vielleicht sogar eine Meinung besitzen, diese aber für uns behalten. Und so können die Volksvertreter um uns herum schalten und walten. Wir freuen uns über den närrischen Humor und reden Dinge dabei nur klein. Das ist positiv für die Politik. Schließlich ist Humor eine Form der Aggressionsbewältigung. Erst ärgern wir uns – dann lachen wir darüber. Das ist Kaufbeuren. 

Und wer sich den Laudatio-Monolog von Jürgen „Hausl“ Richter bei „Aufbruch-Umbruch“ angehört hat, der weiß, dass wir in Kaufbeuren die größten Narren sind, „aber Kaufbeuren ist dennoch eine schöne Stadt“. So geht Politik in Kaufbeuren. Wir haben alles positive verpasst. Therme, Flughafen, Christusstatue, Autobahnanschluss. Selbst schuld! Aber Kaufbeuren ist doch so schön. Schön blöd. 

Und wenn am 17. Februar die ISEK-Veranstaltung in die nächste Runde geht und sich die Vertreter des Stadtrates zu einer weiteren, öffentlichen Prunksitzung treffen, dann bleiben wir wieder zuhause. Ist doch eigentlich schon egal was aus der Stadt wird. Die Jugendlichen gehen bald studieren und sind dann erst einmal weg, und die Älteren unter uns erleben den Wandel ja sowieso nicht mehr. Als Ihre Kaiserin fordere ich Sie auf: Kommen Sie zur ISEK-Veranstaltung in den Stadtsaal. Äußern Sie sich zur Zukunft Ihrer Stadt und lassen Sie sich nicht erzählen, was alles nicht geht. Wir können alles, den Weg dazu muss man nur finden wollen. 

Und während ich meine Recherchen zu den Forettle Investoren Dr. Aldinger & Co weiter fortsetze, hoffe ich auf eine zahlreiche Teilnahme. In der Politik ist es leider immer öfter so, wie Konfuzius es sagte: „Der Weise lässt, was er nicht tun kann. Nur der Dumme tut, was er nicht lassen kann.“ Aber Kaufbeuren ist dennoch eine so schöne Stadt. 

Mit hoheitlichen Grüßen,

Ihre Kaiserin

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