Des Kaisers neues Gesicht

Jugendliches Multitalent: Jakob Trautwein, ein wahrer Volks-Kaiser

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Kleider machen Kaiser, muss auch das einfache Volk neidlos einräumen, wenn Jakob Trautwein huldvoll-majestätisch geruht zu grüßen.

Kaufbeuren – Der diesjährige Kaiser Maximilian des Tänzelfestes Kaufbeuren (vom 12. bis 23. Juli) ist im wirklichen Leben … Ja, was genau? Vor vier Wochen schwitzte Jakob Trautwein noch über den Abituraufgaben im Jakob-Brucker-Gymnasium, was er mit gutem Erfolg bestand. Aber auch sonst ist er ein Multitalent, dem Technik und darstellende Kunst ein wahres Anliegen sind.

Aus Programmheften des Kulturrings, der Kulturwerkstatt, der Moskitos kennt Trautwein als einen der kompetenten und engagierten Nachwuchstechniker hinter der Bühne, der für Licht, Ton und Bühneneffekte zuständig ist.

Jede Menge Erfahrung

Aber auch auf der Bühne findet man ihn oft, bereichert er doch mit Gesang und Gitarre so manche Veranstaltung mit flotten oder beschaulichen Songs. Bescheiden gesteht er, dass die Anforderungen der unterschiedlichsten Theaterrollen ihn faszinieren. Moskitos und Kulturwerkstatt sind ihm dankbar für sein schauspielerisches Engagement.

Und wie wird man in republikanischen Zeiten Kaiser? Bewerben und hocharbeiten muss man sich; durch gute Leistungen und Engagement muss man sich empfehlen. Und Karriere hat Jakob, unser volkstümlicher Kaiser, so gemacht: Seit 2005 ist er – mit Ausnahme des letzten Jahres – beim Tänzelfestumzug in unterschiedlichen Rollen dabei. Als Bürgermeister und Kunz von der Rosen konnte er zum Beispiel schon überzeugen.

Übung macht den Meister, in diesem Fall Kaiser: Jakob Trautwein, wie man ihn normalerweise kennt, übt den majestätischen Gruß.

Aber so ganz nebenbei kann auch ein Multitalent wie Jakob Trautwein den Kaiser nicht darstellen. Vor dem Erfolg haben die Götter bekanntlich die Arbeit und Mühe gestellt, was in diesem Falle nichts anders heißen will, als vier Wochen regelmäßige Proben in der Kulturwerkstatt, zunächst als Einzeldarsteller und in der Endphase in der Gruppe. Schließlich weiß er, „Adel verpflichtet“ und von Kaisern, die einfach so vom Himmel gefallen sein sollen, hat man auch noch wenig gehört.

Drei überzeugende Gründe nennt er für seine erfolgreiche Bewerbung: Neben seiner Neigung für das Theatralische fühlt er sich der Stadt Kaufbeuren zutiefst verbunden und verpflichtet. Hier ist er aufgewachsen, hier ist seine Lebenswelt. Aber auch für die Geschichte der Stadt und ihre Traditionen zeigt er ein großes Interesse.

Und danach?

Beruflich weiß Jakob noch nicht genau, wo es lang gehen soll. Technik? Oder doch gestaltende Kunst? Bei seinem Freiwilligen Sozialen Jahr beim Stadtjugendring öffnet er sich erst einmal eine weitere pädagogisch-soziale Tür. Auch das passt zu seinem Lebensmotto: „Es macht mir einfach Spaß, mit anderen etwas zusammen zu machen.“ Und dazu wird er jetzt erst einmal bei seinem öffentlichen Auftritt die große Gelegenheit haben.

von Peter Suska-Zerbes

Achtung: Der Tänzelfestverein hat noch Kostüme für Jungs mit der Größe ab 1,50 Meter zu vergeben. Interessierte können am Montag, 9. Juli von 15 bis 18 Uhr in die Kleiderkammer des Tänzelfestvereins, Spitaltor 5 (VHS-Gebäude) kommen.

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