Grünflächen am Kaiserweiher in Kaufbeuren sollen an Umweltstiftung übergeben werden

Paradies für Amphibien

Kröten Kaufbeuren Kaiserweiher
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Die Überführung der Grünflächen am Kaiserweiher an die Umweltstiftung Schwaben würde allen Kröten ein Leben im Paradies ermöglichen.

Kaufbeuren/Schwaben – Die geplante Umweltstiftung des Bezirks Schwaben könnte schon bald in Kaufbeuren ein erstes Leuchtturmprojekt starten. Dazu läuft ein Antrag, um die unbebauten Grundstücke am Kaiserweiher an die Umweltstiftung Schwaben zu überführen. Ziel der Antragsteller ist es, in Kaufbeuren den wertvollen Amphibienbestand zu sichern und den Tieren einen artgerechten Lebensraum zu bieten.

Bezirksrätin Heidi Terpoorten freut sich: „Mit diesem Antrag und einer raschen Umsetzung erhoffen wir uns wichtige Impulse für den Artenschutz und die Biodiversität in der Region. Der Bezirk Schwaben kann mittels der neuen Stiftung eine Vorbildfunktion in Bayern einnehmen. Die geplante Stiftung soll dazu beitragen, das Ziel der Klimaneutralität im Regierungsbezirk Schwaben zu erreichen.“ Die Hauptaufgabe der Stiftung besteht darin, für den Schutz und Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu sorgen. Die bestehenden Flächen sollen nun noch nachhaltiger und klimafreundlicher bewirtschaftet werden. Dafür eignen sich die Flächen am Kaiserweiher besonders, da hier bereits eine große Artenvielfalt herrscht.

Einzigartiges Vorhaben

Oberbürgermeister und Bezirksrat Stefan Bosse hat die Ini­tiative mit ins Leben gerufen: „Der Standort Kaufbeuren eignet sich ideal, weil hier bereits seit Jahren viele ehrenamtliche Helfer tätig sind. Gleichzeitig sollen auch Schulklassen mit altersgerechten Projekte in die Stiftung eingebunden werden,“ so das Stadtoberhaupt. „Damit können wir Schülerinnen und Schüler schon früh für den Umweltschutz gewinnen.“

Am Kaiserweiher gibt es zudem Streuobstwiesen, die nicht nur Amphibien Schutz und Rückhalt bieten. Eine Vielzahl von Insekten ist dort ebenfalls beheimatet.

Eine Umweltstiftung auf Bezirksebene zu organisieren, wäre in Bayern einzigartig. „Um die selbst gesteckten Klimaschutzziele einzuhalten, ist es daher notwendig aus vorhandenen Strukturen auszubrechen und neue Wege zu bestreiten,“ so Oberbürgermeister Bosse abschließend.

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