Bewilligung des Förderantrags

Den Auflagen gewachsen?

Ostallgäu/Kempten – Durch finanzielle Schwierigkeiten des Hauptsponsors fehlen „pro familia kempten“ finanzielle Mittel für zusätzliche Beratungsangebote. Der Landkreis Ostallgäu will der Beratungsstelle nun durch die Bereitstellung einer einmaligen zusätzlichen finanziellen Zuwendung unter die Arme greifen.

Ob „pro familia kempten“ die daran geknüpften Bedingungen allerdings erfüllen kann, muss erst noch geprüft werden. Die Beratungsstelle „pro familia kempten“ hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres einen Zuschussantrag für die sexualpädagogisch-präventive Arbeit im Landkreis Ostallgäu gestellt, da laut deren Aussage ihr Hauptsponsor in „finanzielle Schwierigkeiten“ geraten war. 

Die Organisation ist deshalb auf die kreisfreien Städte und Landkreise im Einzugsgebiet von „pro familia kempten“ zugekommen, um die offene Finanzierung des Eigenanteils, die der Träger bislang verpflichtend übernommen hatte, abzudecken und dadurch weiterhin über die Pflichtaufgaben der Beratungsstelle hinausgehende Workshops und Beratungen anbieten zu können. 

Dabei hatten die Stadt Kempten sowie der Landkreis Oberallgäu einem Zuschussantrag der Beratungsstelle zugestimmt, der Landkreis Lindau und die Stadt Kaufbeuren hatten den Antrag hingegen abgelehnt. Der Kreisausschuss Familie und Soziales des Landkreises Ostallgäu stimmte nun am Montag „ergänzend zur kommunalen Grundförderung“ mit einer Gegenstimme für die Gewährung eines einmaligen Zuschusses in Höhe von 5.000 Euro zu. 

Die Auszahlung der Fördergelder ist allerdings an die Vorgabe geknüpft, dass die finanziellen Mittel, die der Einrichtung zur Verfügung gestellt werden „nicht in die allgemeine Finanzierung eingehen“, sondern „zweckgebunden zu verwenden sind“, so die Aussage von Lars Leveringhaus, Stellvertreter der Landrätin. Konkret sollen die Fördergelder für die sexualpädagogisch-präventive Arbeit fließen, um „2015 zusätzliche sexualpädagogische Workshops an den weiterführenden Schulen im Ostallgäu“ anbieten zu können.

Anne-Doris Roos, Stellenleiterin bei „pro familia kempten“ zeigte sich zwar erfreut über die Bewilligung des Förderantrags; zunächst müsse allerdings intern geprüft werden, „ob die Auflagen für uns überhaupt umsetzbar sind und wir die gestellten Bedingungen erfüllen können, um die finanzielle Zuwendung überhaupt entgegennehmen zu können“.

von Sabrina Hartmann

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