Karriereschub dank Bildung

Auftakt für das Bildungsportal Allgäu im Marktoberdorfer Modeon (im Bild von links): Stefan Bosse, Oberbürgermeister der Stadt Kaufbeuren, Dr. Alois Kling, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten, Klaus Fischer, Geschäftsführer Allgäu GmbH, und Johann Fleschhut, Landrat Landkreis Ostallgäu. Foto: Simm

Nach einem rundweg erfolgreichen Jahr „Bildungsportal Ostallgäu/ Kaufbeuren“ fiel in der vergangenen Woche der Startschuss für die Ausweitung des Projektes auf das gesamte Allgäu. Von den für die kommenden zwei Jahre kalkulierten Kosten in Höhe von 210.000 Euro werden 60 Prozent aus Leader-Mitteln gedeckt.

Im Februar 2010 ging das Bildungsportal unter www.weiter-durch-fortbildung.de erstmals online mit zunächst 1.400 Kursangeboten; aktuell sind darin annähernd 2.500 Fortbildungsmöglichkeiten enthalten. Bislang war das Projekt auf Kaufbeuren und das Ostallgäu beschränkt. Jetzt erfolgt die Ausweitung des Bildungsportals auf das gesamte Allgäu. Dazu fand in der vergangenen Woche die Auftaktveranstaltung im Marktoberdorfer Modeon mit Vertretern der beteiligten Kommunen und Bildungseinrichtungen statt. Unter Federführung der neu gegründeten Allgäu GmbH wird das Allgäu weite Projekt laufen lassen. Ein Mitarbeiter soll in den kommenden Wochen eigens dafür eingestellt werden und die komplette Koordinierung übernehmen. Dazu zählt allen voran der Kontakt zu den Bildungsträgern. Bislang stellen 30 verschiedene Anbieter ihre Seminare ein; allgäuweit wird sich diese Zahl natürlich deutlich erhöhen. Ein technischer Dienstleister soll in den nächsten Monaten das Design der Homepage überarbeiten, die dann voraussichtlich ab Juni unter der neuen Adresse www.bildung-allgaeu.de im Netz zu finden sein wird. Für Einrichtung, Personal und technische Unterstützung wird in den ersten beiden Jahren mit Gesamtkosten in Höhe von knapp 210.000 Euro kalkuliert. Nach Prüfung durch das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten wurde dafür eine Zuwendung von 116.000 Euro aus dem Förderprogramm Leader der Europäischen Union für den ländlichen Raum bewilligt. Die restlichen Kosten teilen sich die Allgäu GmbH sowie die beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte. Auch für die Einrichtung von sechs Beratungsstellen, verteilt im ganzen Allgäu, müssen die Kommunen aufkommen. Dort können sich zukünftig Menschen informieren, wenn über die Homepage hinausgehende Fragen auftauchen. Dabei könnte es sich beispielsweise um Zuschüsse für Kurse handeln. Fit im Spezialgebiet Um seinen Arbeitsplatz zu sichern oder sich für eine neue Stelle zu qualifizieren – die Gründe für Menschen sind vielfältig, sich nach geeigneten Weiterbildungskursen umzusehen. Auf dem Bildungsportal Allgäu gelangt der Nutzer mit der Suchfunktion innerhalb weniger Klicks auf ein individuell für seine Branche oder sein Berufsbild geeignetes Angebot. Auch für Unternehmer sei dies durchaus attraktiv, findet Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Darauf solle auch zukünftig ein Augenmerk gelegt werden. Gerade in Zeiten von Fachkräftesicherung könnten Firmenchefs auf dem Bildungsportal für ihre Mitarbeiter optimale Weiterbildungsangebote ausfindig machen. Für die Gastronomie, die Hotellerie und Betriebe der Freizeitwirtschaft im Allgäu könne sich dies als hilfreich erweisen, um ganz gezielt in die Qualifizierung der Mitarbeiter zu investieren.

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