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Museumsrucksack bekommt „Förderpreis Vermittlung plus“

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Von: Felix Gattinger

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Kaufbeuren Museumsrucksack Urkundenübergabe „Förderpreis Vermittlung plus“ Stadtmuseum 2022
Hoch erfreut und stolz auf das gelungene Projekt zeigten sich bei der Urkundenübergabe (v. li.) Doris Hefner (Vorstand LVMP Bayern), Dr. Hannelore Kunz-Ott (Beirätin LVMP Bayern), Museumspädagogin Julia Althaus, Petra Maidt (Vorstand LVMP Bayern), Kulturamtsleiter Günther Pietsch, Lehrerin Alexandra Fiedler, Museumsleiterin Petra Weber und Oberbürgermeister Stefan Bosse. © Gattinger

Kaufbeuren – „Förderpreis Vermittlung plus“ heißt der Preis, den die beiden Vorstände Petra Maidt und Doris Hefner vom Landesverband für Museumspädagogik (LVMP) Bayern am vergangenen Dienstag an die Mitarbeiterinnen des Kaufbeurer Stadtmuseums übergeben haben.

Prämiert wurde damit die Neugestaltung des Museumsrucksacks zum Stadtteil Neugablonz, ein ausleihbares Angebot aus der Reihe „Stadtmuseum unterwegs“. Der Rucksack enthält aktualisierte Unterrichts-, Bild- und Fotomaterialien sowie einen Stadtplan, mit dem Schüler von der dritten bis zur sechsten Jahrgangsstufe auf Unterrichtsgängen oder beim Wandertag in der Stadt auf Entdeckungsreise gehen können.

Der Jury sei die Entscheidung leicht gefallen, berichtete Petra Maidt vom Vorstand des LVMP Bayern, denn das Projekt habe in hohem Ausmaß den Vorstellungen der Mitglieder entsprochen – gerade eben auch als Anschlussfinanzierung für bereits laufende Projekte. Bereits im Corona-Jahr 2020 habe man das Preisgeld von 2.000 auf 5.000 Euro aufgestockt, so Maidt. Grund dafür sei damals die desaströse Situation der freiberuflichen Kulturvermittler gewesen. Nichtsdestotrotz werde die Summe auch jetzt nicht reduziert, sondern die zu fördernden Projekte um den Aspekt der „sozialen Nachhaltigkeit“ erweitert. Dieser zusätzliche Aspekt soll die faire Teilhabe aller Menschen an Kultur und Bildung ermöglichen und sieht Inklusion von Minderheiten genauso vor wie Geschlechtergleichstellung und Generationengerechtigkeit. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der gerechten Verteilung von Ressourcen.

Besonders lobte Maid das „hochprofessionelle“ Engagement der Initiatorin des Projekts, Museumspädagogin Julia Althaus. Wörtlich sagte Maidt: „Sie übernehmen Verantwortung für die Bevölkerung dieser Stadt in puncto Wertschätzung und Toleranz“.

Museumsleiterin Petra Weber zeigte sich ebenfalls hochzufrieden mit dem neuen Rucksack, dessen Inhalt nun „zeitgemäß aktualisiert“ wie auch der „Koffer für die Altstadt“ die bereits seit 2011 existierende Reihe „Stadtmuseum unterwegs“ ergänze.

Der zur Preisverleihung persönlich erschienene Oberbürgermeister Stefan Bosse gratulierte Julia Althaus und Petra Weber und äußerte seinen Stolz über den Förderpreis für das Stadtmuseum. Seit 2013 sei die Museumspädagogik nicht nur ein wichtiges Projekt, sondern auch ein integraler Bestandteil der Kulturvermittlung, betonte Bosse.

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