Pressesprecher des ESVK ist Medienchef, Ideengeber und Fan zugleich

Auf an Hoigata mit Phil Bader

ESVK-Pressesprecher Philippe Bader
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Als Pressechef beim ESVK muss Phil Bader stets alles im Blick haben, was sich rund um den Verein und im Stadion abspielt.

Kaufbeuren – Als Hoigata bezeichnet man im Allgäuer Sprachgebrauch normaler Weise ein nettes Zusammentreffen oder Plaudern unter Freunden. Beim ESV Kauf­beuren hat der Hoigata in diesem Jahr eine ganz besondere Form bekommen. Mit dem neuen Podcast-Format auf der ESVK-Homepage wollte das Medien-Team der Joker ganz einfach über die aktuellen Entwicklungen im Verein in einer noch immer schwierigen Zeit durch die Corona-Pandemie berichten. 

„Als die Idee geboren war, mussten wir dem Kind ja noch einen Namen geben“, sagt Pressesprecher Philippe „Phil“ Bader, dem es natürlich darum ging, dass der Verein in den ungewissen Sommermonaten medial am Leben bleibt. Inzwischen wurden bereits 17 Folgen abgedreht.

War es in den ersten Ausgaben noch ein informativer Talk zwischen den Mitgliedern im Medienteam, so hat inzwischen auch der eine oder andere Spieler sein Wohnzimmer geöffnet, um vor laufender Kamera zu plaudern. Wenn Phil Bader von seinem Medienteam spricht, dann sind dabei seine Mitstreiter Benedict Bidell, Marcus Müller und Matthias Schmal­holz gemeint. „Ohne die Jungs wäre so ein Projekt nicht möglich, denn jeder bringt immer wieder mal neue Ideen mit ein“, berichtet Bader, der zu allen mittlerweile von einer tollen, gewachsenen Freundschaft sprechen kann.

Gewachsen ist in den Jahren auch seine Leidenschaft für den ESVK. An sein erstes Spiel in der damaligen Eishockey-Bundesliga in der Saison 1991/92 gegen ES Weißwasser kann sich der heute 40-Jährige noch genau erinnern. So wurde aus dem Fan von damals der jetzige Pressesprecher, dessen genaue Bezeichnung sich heute Medien- und Marketingbeauftragter nennt. Als Ehrenamtlicher hat sich Philippe Bader, den im Stadion eigentlich alle nur Phil nennen, beim ESVK bereits die ersten Sporen bei der Pressearbeit verdient. Mit Gründung der GmbH, aber auch durch die Professionalisierung der gesamten DEL 2, ist der gelernte Lebensmitteltechniker nun seit vier Jahren hauptamtlicher Medienchef beim ESVK. „Man erlebt im Sport einfach sehr viel und auch der tägliche Umgang mit der Mannschaft bereitet mir viel Freude“, berichtet Bader, der das Team auch bei allen Auswärtsfahrten im Bus mit begleitet.

Gerade die Aktualität in den sozialen Medien ist für ihn in der heutigen Zeit ganz wichtig und so sieht man ihn bei Auswärtsspielen oft am Ende der Spielerbank stehen, um mit dem Handy den zahlreichen Fans das Spielgeschehen aktuell zu tickern. Insgesamt wünscht sich Bader jedoch beim Umgang in den sozialen Netzwerken mehr gegenseitigen Respekt. „Ich versuche wirklich 99 Prozent der Fragen zeitnah zu beantworten, sofern diese auch sachlich und in seriöser Form gestellt sind“, sagt Bader, der eigentlich nie ohne sein Mobiltelefon anzutreffen ist. Mit dem Einstieg von René Rudorisch als Geschäftsführer der ESBG, die den Spielbetrieb der DEL 2 organisiert, hat auch die gesamte Liga deutlich an Professionalität gewonnen. „Es gibt seit dieser Zeit auch ein jährliches Treffen aller Medienvertreter, um auch die Pressearbeit in der gesamten Liga weiter zu optimieren“, berichtet Bader.

Deutlich mehr Gewicht werden wohl in dieser Saison auch die Übertragungen auf Sprade TV bekommen. Wegen der anhaltenden Unsicherheit durch die Corona-Pandemie haben sich die Clubs der DEL 2 dazu verständigt, das Einzelticket für eine Übertragung auf 9,90 Euro zu erhöhen. „Die vermehrten Einnahmen sollen dabei ausschließlich den Vereinen zu Gute kommen“, sagt Bader, der selbst zum Moderatoren-Team beim ESVK gehört.

Wenn auf dem Eis jedoch wieder um Punkte und Tore gekämpft wird, dann kommt bei Phil Bader auch ganz gerne der Fan wieder durch. Werden seine Joker dann vielleicht auch mal ungerecht behandelt, dann geht bei ihm schon mal die berühmte Hutschnur hoch. Auch ein Indiz dafür, dass er beim ESVK nicht nur einen Job bekleidet, sondern mit viel Herzblut für den Verein lebt. Doch die Kurzarbeit durch den immer wieder verschobenen Saisonstart blieb auch ihm nicht erspart und so macht auch er sich natürlich berechtigte Sorgen wie es mit dem Eissport in Deutschland weitergeht.

von Thomas Schreiber

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