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Aufwändige Reparaturen und Renovierungen an der südlichen Stadtmauer

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Stadtmauer Kaufbeuren 2022
An der südlichen Stadtmauer in Kaufbeuren wurden verschiedene Verarbeitungsproben zur Sanierung erstellt, um das bestmögliche Konzept zu erstellen. © Krusche

Kaufbeuren – Die Stadtmauer gehört zum Denkmalensemble der Kaufbeurer Altstadt und muss aufwändig saniert werden.

Im Mai 2020 hatten sich im südlichen Teil der Stadtmauer, zwischen Hexenturm und Hirschkeller, Teile aus der Mauer gelöst und waren in angrenzende Nachbargrundstücke gestürzt. In großen Bereichen besteht die teilweise sieben Meter hohe Mauer aus zweischaligem Mauerwerk und macht eine umfassende Instandsetzung notwendig.

Wie Christian Mandl, Leiter der Abteilung Hochbau der Stadt Kaufbeuren, im Bauausschuss erläuterte, waren 2021 Voruntersuchungen vorgenommen worden, um unter anderem Stein- und Mörtelanalysen durchzuführen und Verarbeitungsproben an den Wandoberflächen vorzunehmen. Aus diesen Erkenntnissen wurde vom beauftragten Planungsbüro ein Sanierungskonzept erstellt, das mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt wurde. Im ersten Bauabschnitt sind Probefelder auf Höhe des Hexenturms angelegt worden, bei denen verschiedene Sanierungsformen wie Injektionsanker oder Wandabdeckungen erprobt wurden.

In dem im nächsten Jahr folgenden zweiten Bauabschnitt sollen auf 72 Metern Länge mit teilweise 30 Prozent Gefälle die ausgebrochenen Mauerzonen rekonstruiert werden. Durch eine dauerhafte Vernadelung mit Mauerankern wird dann die statische Sicherheit gewährleistet. Die Kosten dafür liegen bei rund 300.000 Euro, die mit Städtebaufördermitteln bezuschusst werden. Die Bauverwaltung rechnet mit drei Monaten Bauzeit.

Die weiteren Sanierungsarbeiten, wie Wandabdeckungen und Seilsicherungen werden zeitnah weiter geplant. Auch sollen die Bewachsungen entfernt werden, um die Stadtmauer als Denkmal Kaufbeurens erkennbar zu machen. Die Gesamtkosten der Arbeiten an der südlichen Stadtmauer werden voraussichtlich 1,8 Millionen Euro betragen. Baureferent Helge Carl erklärte dazu: „Es ist eine Ruine, muss aber erhalten werden“.
Von Wolfgang Krusche

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