BayernLab eröffnet in Kaufbeuren

Digitale Trends zum Anfassen

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Landrätin Maria-Rita Zinnecker testet die moderne Videokonferenzanlage.

Kaufbeuren – Neueste digitale Trends und Anwendungen können Interessierte im neuen BayernLab auf rund 340 Quadratmetern seit kurzem im Echtbetrieb ausprobieren.

Das nunmehr achte BayernLab öffnete am vergangenen Wochenende in der Schraderstraße 20 seine Türen: Vom 3D-Drucker bis zu Virtual Reality gab es für die Besucher vieles zu entdecken.

Wer schon immer mal in das Arbeitszimmer König Ludwigs II. im Schloss Neuschwanstein eintauchen wollte, kann das nun in einem Mini-Holodeck via VR-Brille tun. Außerdem besteht die Möglichkeit, im BayernLab einen 3D-Drucker zu testen oder mit einer modernen Videokonferenzanlage das vernetze Arbeiten ausprobieren. Nach dem Motto „Anschauen – Anfassen – Ausprobieren“ können Schüler die digitale Welt erforschen, Kommunen und Bürger sich über die Möglichkeiten der Digitalisierung informieren. Insgesamt entstehen im Freistaat 13 regionale IT-Labore. Diese BayernLabs, angegliedert an die Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, präsentieren aktuelle Themen und Innovationen zur Digitalisierung anhand praktischer Beispiele.

„Digitalisierung darf kein Privileg von Großstädten sein“, betonte Ministerialdirigent Dr. Rainer Bauer im Rahmen der Eröffnung. Er sprach von einer „leisen Revolution“, die in der Arbeitswelt und im Privatleben Einzug hält. Das BayernLab biete moderne Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Schulen, und auch regelmäßige Workshops und Vorträge sollen dort stattfinden. Das alles soll fernab von grauer Theorie als bunte Praxis erlebbar sein und jedem offen stehen. „Das Lab ist kein reiner Ausstellungsraum“, hoffte Bauer auf lebendige Partizipation. Denn das Lab soll laut Bauer digitales Potenzial aktivieren, Chancengleichheit schaffen, Innovationen zu Tage fördern, aber auch für Gefahren sensibilisieren. Im besten Falle bekommen junge Menschen zudem Impulse für einen digitalen Berufswunsch.

„Im BayernLab kann man selbst erfahren und erforschen, welche Möglichkeiten die digitale Entwicklung bereits heute bietet. Vieles klingt wie Science-Fiction, ist aber schon Realität“, so Finanz- und Heimatstaatsminister Albert Füracker.

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigte sich bei seinen Grußworten nicht minder begeistert: „Es tut sich viel bei uns, gerade im Bereich der Digitalisierung“, so der OB. „Es ist phänomenal, was heutzutage alles möglich ist“.

Die Stärkung des ländlichen Raumes hob auch Landrätin Maria Rita Zinnecker hervor. „Was nützt Breitbandausbau, wenn Menschen damit nicht umgehen können?“, wies Zinnecker auf die Wichtigkeit hin, bestehende Hemmschwellen zu überwinden. „Die Welt muss digitalisiert werden, ohne dabei aber den Menschen zu vergessen“.

Die Gäste wurden im Rahmen der Eröffnung vom humanoiden Roboter Nao begrüßt, unternahmen im neuen Lab unter anderem einen virtuellen Rundgang durch Schloss Neuschwanstein, oder nahmen im Video-Konferenzraum an einer Live-Schaltung teil. Auf diese und viele weitere Erlebnisse in der digitalen Welt können sich die Besucher auch künftig freuen.

Von Mahi Kola

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