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Kaufbeuren: Betonplatte des alten Eisstadions bleibt nicht

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Symbolbild

Kaufbeuren – Einstimmig folgte der Stadtrat vergangene Woche der Empfehlung des Bauausschusses, die Abbruchplanung des alten Eisstadions zu genehmigen. Ein Einwand kam aber noch: die Betonfläche zu erhalten wünschten sich die Mitglieder der Kaufbeurer Initiative. Dafür stimmten nur zehn Räte.

Eine temporäre Nachnutzung der Fläche mache Sinn, solange die Nachnutzung des Areals noch nicht klar ist, sagte Alexander Uhrle (KI). Derselben Meinung waren auch die Freien Wähler, wie Bernadette Glückmann erklärte. Uhrle sagte, er könne sich die Betonplatte als Veranstaltungsfläche vorstellen, etwa für die Fiesler, deren Stadion in Neugablonz bekanntlich momentan unter Vandalismus leidet. 

Fieslern helfen

Hier gab jedoch Christian Sobl (CSU) zu bedenken, dass die Fiesler dann aber eine Bande dazu bräuchten und eine „große graue Fläche“ allein wenig bringe. Holger Jankovsky (Grüne) ergänzte, man dürfe die Zeitachse nicht vergessen. Schließlich sei nach dem Abbruch des Stadions eine Nutzung der Betonplatte frühestens Mitte nächsten Jahres denkbar. „Die Fiesler brauchen aber jetzt Hilfe und eine Lösung“, so Jankovsky. Das sah auch Catrin Riedl (SPD) so. Das Fieselstadion müsse jetzt ertüchtigt werden, der Sportbeauftragte des Stadtrats, Pascal Lechler (SPD) bemühe sich zusammen mit weiteren Stadträten schon um eine Lösung.

Baureferent Helge Carl riet auch aus anderen Gründen vom Erhalt der Betonfläche ab. Sie nicht abzureißen bringe zwar gewisse Minderkosten mit sich, während des Abbruchs müsse sie jedoch extra geschützt werden. Zudem weise die Piste keinerlei Gefälle auf, wodurch Niederschlagswasser stehen bleiben würde. Gerade bei Frost berge das Gefahren und die Stadt müsse ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Im Sommer könne sich die unbeschattete Fläche hingegen stark aufheizen.

Martina Staudinger

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